© PARIWAT INTRAWUT / 123RF.com

Francotyp-Postalia im ersten Halbjahr 2021 mit besserer Geschäftsentwicklung als erwartet

Die Francotyp-Postalia Holding AG (ISIN DE000FPH9000) hat das erste Halbjahr 2021 mit einer robusten Umsatz- und Ergebnisentwicklung abgeschlossen. Das Unternehmen hat daher bereits am 20. August 2021 die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 angehoben.

Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 bei 99,5 Mio. Euro im Vergleich zu 99,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 8,8 Mio. Euro im Vergleich zu 13,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Zudem erzielte FP im abgelaufenen Halbjahr 2021 einen Free Cashflow in Höhe von 4,0 Mio. Euro gegenüber 5,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigte FP damit in den ersten sechs Monaten 2021 eine solide Geschäftsentwicklung und arbeitete weiter am Transformationsprogramm FUTURE@FP, um das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln.

Im Geschäftsbereich Frankieren & Office-Lösungen fiel der Umsatz um 3,1 % auf 60,4 Mio. Euro. Der Umsatz im Geschäftsbereich Mail Services rund um die Abholung, Frankierung und Konsolidierung von Geschäftspost stieg um
4,3 % auf 30,5 Mio. Euro und war stärker als erwartet. Der Umsatz im Geschäftsbereich Software & BPA und IoT stieg ebenfalls um 6,3 % auf 8,7 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete FP negative Währungseffekte in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: positiver Effekt von 0,4 Mio. Euro).

Fokus auf Kunden- und Marktbedürfnisse

In den vergangenen Monaten wurde die Organisation gestrafft und neu aufgestellt. Mit den Geschäftsbereichen Frankieren & Office-Lösungen, Mail Services sowie Software & BPA und IoT verfügt FP über ein Organisationsmodell, in dem die Verantwortlichkeiten klar geregelt sind – für Umsatz und Ergebnis sowie für die kundenorientierte Entwicklung und den Vertrieb der jeweiligen Lösungen. Diese Struktur spiegelt sich nun auch in der Segmentberichterstattung wider, die entsprechend angepasst wurde und so die Transparenz deutlich erhöht.

FP CEO Carsten Lind sagt: “Im ersten Halbjahr 2021 konnten wir bei der Umsetzung unseres  Transformationsprogramms FUTURE@FP Fortschritte erzielen. Wir liegen umsatzmäßig besser als ursprünglich und angesichts der Corona-Pandemie erwartet. Mit der konsequenten Neuausrichtung der Organisation haben wir die Voraussetzung für eine kundenzentrierten Marktbearbeitung geschaffen, mit der wir vor allem im digitalen Bereich die Angebote fokussiert ausbauen und weiterentwickeln.”

Solides operatives Ergebnis

Im ersten Halbjahr 2021 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA in Höhe von 8,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge erreichte damit 8,9 %. Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch die geringeren aktivierten Entwicklungskosten und durch die im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gestiegenen Materialaufwendungen sowie der entstandenen Währungsverluste in Höhe von 1,6 Mio. Euro beeinflusst. Positiv wirkten sich die erzielten Einsparungen – vor allem im Personalbereich – aus, da die Führungsstrukturen verschlankt wurden. Der Personalaufwand sank um 5,4 % auf
29,5 Mio. Euro. Der Materialaufwand erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2021 primär infolge erhöhter Aktivitäten im Bereich Mail Services um 3,6 % auf 49,8 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 6,1 % auf 16,3 Mio. Euro.

Auf vergleichbarer Basis wurde die operative Profitabilität verbessert. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen von 5,9 Mio. Euro im Vorjahr und nur 3,0 Mio. Euro in der ersten Hälfte 2021 sowie negativer Wechselkurseffekte von 1,6 Mio. erreichte die operative Profitabilität im aktuellen Berichtszeitraum 7,4 Mio. Euro im Vergleich zu 6,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres (normalisiertes EBITDA).

Die Abschreibungen und Wertminderungen reduzierten sich um 19,8 % auf 11,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag in den ersten sechs Monaten 2021 infolge des gesunkenen EBITDA bei 0,6 Mio. Euro im Vergleich zu 1,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie (EPS) erreichte 0,04 Euro gegenüber 0,11 Euro in den ersten sechs Monaten 2020.

CFO Martin Geisel erklärt: “FP ist auf einem guten Weg. Unser Transformationsprogramm zeigt erste positive Effekte, da wir unsere Kostenstrukturen mit dem erwarteten Geschäftsvolumen in Einklang bringen. Mit FUTURE@FP werden wir unsere Effektivität, Effizienz und vor allem die Profitabilität steigern.”

Prognose für 2021 nach oben angepasst

Für das Gesamtjahr 2021 geht der Vorstand von einem Umsatz in einer Bandbreite zwischen 192 Mio. Euro und 200 Mio. Euro aus. Bislang war ein Umsatz von 185 Mio. Euro bis 196 Mio. Euro prognostiziert worden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird in einer Bandbreite von 12 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro erwartet (EBITDA-Marge von 6% bis 8%). Die bisherige Prognose lag zwischen 6 Mio. Euro und 12 Mio. Euro. Das Unternehmen erwartet demnach einen robusten Umsatz und ein verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2020 erreichte der Umsatz des FP-Konzerns 195,9 Mio. Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 8,0 Mio. Euro.

Quelle: www.francotyp.com