© PARIWAT INTRAWUT / 123RF.com

Starke Positionierung im E-Commerce beschert Deutsche Post DHL Group erfolgreiches drittes Quartal

– Wachstumspfad fortgesetzt: Konzernumsatz steigt um 4,4 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro; organisch sogar 9,0 Prozent Wachstum
– Operatives Ergebnis (EBIT) legt um fast 50 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu; vorläufige Zahlen und angehobene EBIT-Prognose für 2020 bestätigt, Free Cashflow Erwartung nochmals erhöht
– Besonders dynamische Entwicklung im Paket-, Express- und eCommerce Solutions-Geschäft 
– CEO Frank Appel: „Wir hatten ein erfolgreiches drittes Quartal – dank unserer 550.000 Mitarbeiter*innen und unseres hervorragenden Portfolios an Logistiklösungen im boomenden E-Commerce Geschäft, von dem sowohl kleine als auch große Kunden weltweit profitieren.“ 

Der weltweit führende Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group ist im dritten Quartal 2020 stark gewachsen. Der Konzern konnte seinen Umsatz in einem durch Covid-19 geprägten wirtschaftlichen Umfeld gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,4 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro steigern. Organisch (um Portfolio- und Wechselkurseffekte bereinigt) betrug das Umsatzwachstum sogar 9,0 Prozent. Mit seinem breiten Angebot von Logistikdienstleistungen profitierte Deutsche Post DHL Group von weltweit steigenden E-Commerce-Aktivitäten. Insbesondere in den Divisionen Post & Paket Deutschland und DHL eCommerce Solutions stiegen die Sendungsmengen deutlich. Sehr dynamisch entwickelte sich auch das Geschäft mit internationalen zeitgenauen Expresssendungen und zwar in allen Regionen, wodurch das Netzwerk sehr gut ausgelastet werden konnte. Deutsche Post DHL Group steigerte das operative Ergebnis (EBIT) im dritten Quartal um rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,4 Milliarden Euro. Damit bestätigte der Konzern die im Oktober veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Die EBIT-Marge kletterte von 6,1 Prozent auf 8,5 Prozent. Der Free Cashflow stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 750 Millionen Euro auf rund 1,3 Milliarden Euro.

„Wir hatten ein erfolgreiches drittes Quartal und konnten Umsatz, EBIT und Cashflow steigern – dank unserer 550.000 Mitarbeiter*innen und unseres hervorragenden Portfolios an Logistiklösungen im boomenden E-Commerce Geschäft, von dem sowohl kleine als auch große Kunden weltweit profitieren. Mit unseren globalen Dienstleistungen halten wir die Weltwirtschaft auch in der Krise am Laufen. Jeden Tag leisten unsere Mitarbeiter*innen unter herausfordernden Bedingungen Außergewöhnliches, um unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten“, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL Group.

Angehobene EBIT-Prognose für 2020 bestätigt, Free Cashflow-Prognose für 2020 nochmals erhöht

Vor dem Hintergrund der starken Ergebnisentwicklung im dritten Quartal hat der Konzern im Oktober seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert: Demnach erwartet Deutsche Post DHL Group für 2020 ein operatives Ergebnis in Höhe von 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro. Darin enthalten sind einmalige Sondereffekte von rund -610 Millionen Euro. Für das Jahresende geht der Konzern von einem durch den dynamischen Online-Handel getriebenen sehr starken Weihnachtsgeschäft aus. Dafür will das Unternehmen alle notwendigen Ressourcen sichern, die für die Aufrechterhaltung eines qualitativ hochwertigen Serviceniveaus erforderlich sind. Die Zielerreichung am oberen Ende der Prognose ist im Wesentlichen davon abhängig, ob die Volumenentwicklung eine effiziente Auslastung der Netzwerke erlaubt.

Der Konzern hat im Oktober seine Prognose für den Free Cashflow 2020 von rund 1,4 Milliarden Euro auf mehr als 1,8 Milliarden Euro angehoben und diese Erwartung heute auf mehr als 2,0 Milliarden Euro erhöht. Darüber hinaus geht Deutsche Post DHL Group weiterhin davon aus, im Gesamtjahr rund 2,9 Milliarden Euro zu investieren.

Die im Juli aktualisierte mittelfristige Ergebnisprognose, wonach für 2022 ein Konzern-EBIT – abhängig vom Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Erholung – von rund 4,7 Milliarden Euro bis zu mehr als 5,3 Milliarden Euro erwartet wird, gilt unverändert.

Anhaltend starke Entwicklung des Free Cashflow bei fortgesetzter Investitionstätigkeit 

Analog zum Ergebniswachstum konnte der Konzern den Free Cashflow im dritten Quartal auf 1,26 Milliarden Euro steigern (2019: 507 Millionen Euro). Nach den ersten neun Monaten liegt der Free Cashflow damit bei 1,46 Milliarden Euro (2019: -296 Millionen Euro).

„Wir haben nicht nur unsere Profitabilität deutlich gesteigert, sondern auch unseren Cashflow. In einem pandemiebedingt wirtschaftlich unsicheren Umfeld ist dies besonders wichtig. Damit sind wir sehr gut aufgestellt, um weiter konsequent in profitables Wachstum und die Umsetzung unserer Strategie 2025 zu investieren“, sagte Finanzvorstand Melanie Kreis.

Post & Paket Deutschland: Anhaltender E-Commerce-Boom sorgt für 11,6 Prozent Volumenwachstum im Paketgeschäft

Der Umsatz der Division Post & Paket Deutschland stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf über 3,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 320 Millionen Euro (2019: 304 Millionen Euro) – trotz der Gewährung eines Sonderbonus und einer Einmalzahlung an die Mitarbeiter*innen in Höhe von insgesamt 93 Millionen Euro. Neben dem starken Paketwachstum wirkten sich die durchgeführten Kosten- und Preismaßnahmen sowohl im Brief- als auch im Paketgeschäft positiv auf das Ergebnis aus.

Der seit Jahren anhaltende Trend steigender Paketmengen bei gleichzeitig rückläufigen Briefvolumina wurde im dritten Quartal durch die Pandemie deutlich verstärkt. Die Zurückhaltung im Dialog Marketing hielt weiter an, während der E-Commerce-Boom im deutschen Paketgeschäft ein Volumenwachstum von 11,6 Prozent ermöglichte und damit deutlich über der zu Jahresbeginn ausgegebenen Wachstumsprognose von 0 bis 5 Prozent lag.

Express: Sehr gute Netzwerkauslastung sorgt für Rekordquartal bei EBIT und EBIT-Marge

Die Express-Division konnte im dritten Quartal ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis erreichte mit 753 Millionen Euro ein Rekordniveau und lag 65,9 Prozent über dem Vorjahr – trotz einmaliger Aufwendungen von 33 Millionen Euro für einen Sonderbonus.

Basis für diese herausragende Entwicklung bildete das Volumenwachstum von 15,8 Prozent im Geschäft mit internationalen zeitgenauen Expresssendungen. Im gesamten Verlauf des dritten Quartals bewegten sich die Volumina in allen Regionen weltweit auf einem deutlich erhöhten Niveau. Das Netzwerk wurde als Reaktion auf den über alle Branchen hinweg gestiegenen Anteil des B2C Geschäfts bei gleichzeitig zurückkehrenden Volumina im B2B Geschäft angepasst. Dabei konnte Express die Effizienz der Sendungsabwicklung sogar weiter steigern sowie die Flugkapazitäten im weltumspannenden Netzwerk sehr gut auslasten. Dies führte zu einer Rekord-Marge von 15,5 Prozent, die deutlich über dem Vorjahr lag (2019: 10,7 Prozent).

Global Forwarding, Freight: Effiziente Reaktion auf verändertes Marktumfeld 

Trotz fortbestehender Kapazitätsengpässe an den internationalen Transportmärkten konnte der Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight seinen Umsatz im dritten Quartal auf rund 3,8 Milliarden Euro steigern (2019: 3,7 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis verbesserte sich um 25,0 Prozent auf 155 Millionen Euro und enthielt einmalige Aufwendungen von 13 Millionen Euro für einen Sonderbonus. Dabei machte sich die im Vergleich zum Vorjahr positive Margenentwicklung im Luftfrachtgeschäft deutlich im Ergebnis bemerkbar und überkompensierte die rückläufigen Transportvolumina.

Neben der unverändert eingeschränkten Beiladekapazität in interkontinentalen Passagiermaschinen sah sich die Division mit einer weiteren Verknappung des Angebots für Seefracht konfrontiert.

Supply Chain: Anziehende Kundenaktivitäten lassen Umsatz und Ergebnis im Quartalsverlauf steigen

Im Verlauf des dritten Quartals belebten sich die Kundenaktivitäten in der Kontraktlogistik. Damit erholte sich die Division zunehmend von der Pandemie-bedingt schwachen Dynamik des Vorquartals. Insgesamt lagen die Umsätze mit rund 3,1 Milliarden Euro aber noch unterhalb des Vorjahres (2019: 3,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis im Unternehmensbereich Supply Chain betrug im dritten Quartal 111 Millionen Euro. Darin enthalten waren einmalige Aufwendungen von 52 Millionen Euro für einen Sonderbonus. Bereinigt um diese lag das Ergebnis nahezu auf dem Vorjahresniveau von 162 Millionen Euro. Basis für diese gute Entwicklung in einem volatilen Marktumfeld ist eine hohe Kostendisziplin und die Flexibilität, neue Lösungen für Kunden zu finden.

eCommerce Solutions: Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und EBIT signifikant gesteigert

Der Unternehmensbereich eCommerce Solutions hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 26,1 Prozent auf über 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis der Division stieg ebenfalls signifikant auf 76 Millionen Euro (2019: 6 Millionen Euro). Grund dafür waren die stark wachsenden Sendungsmengen im Privatkundengeschäft in Europa und Amerika.

Die Neuausrichtung der internationalen Paketaktivitäten zahlt sich aus: Neben der positiven Umsatzentwicklung führte ein verbessertes Kostenmanagement zu Effizienzsteigerungen. Die operative Marge betrug im dritten Quartal 6,3 Prozent und lag damit deutlich oberhalb des Vorjahres (2019: 0,6 Prozent). Ohne Berücksichtigung der einmaligen Aufwendungen von 10 Millionen Euro für einen Sonderbonus wäre der Anstieg sogar noch stärker ausgefallen.

Quelle: www.dpdhl.de

 

Pressemitteilung veröffentlicht am 10.11.2020 in Briefdienste, News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste, Unternehmen: Intern.
Schlagwörter: