Deutsche Post DHL Group kommt bislang erfolgreich durch die Krise: Umsatz und operatives Ergebnis im zweiten Quartal deutlich gesteigert

– Breites Portfolio von globalen Logistikdienstleistungen zahlt sich aus: Konzernumsatz trotz Covid-19 um 3,1 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro gesteigert
– Operatives Ergebnis um 18,6 Prozent auf 912 Millionen Euro verbessert; vorläufige Quartalszahlen leicht übertroffen
– Free Cashflow gegenüber Vorjahr um mehr als 1 Milliarde Euro auf 605 Millionen Euro gesteigert
– CEO Frank Appel: „Gerade jetzt zahlt sich aus, dass wir mit der Strategie 2025 unseren Fokus voll und ganz auf unsere profitablen Logistik-Kerngeschäfte und die digitale Transformation des Unternehmens gelegt haben.“

Der weltweit führende Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group ist trotz Covid-19 im zweiten Quartal 2020 weiter gewachsen. Dank seines breiten Portfolios von Logistikdienstleistungen und seiner globalen Präsenz konnte der Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,1 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro steigern. Organisch (um Portfolio- und Wechselkurseffekte bereinigt) stieg der Umsatz sogar um 4,6 Prozent. Treiber war insbesondere das starke E-Commerce Wachstum. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte Deutsche Post DHL Group im zweiten Quartal um 18,6 Prozent auf 912 Millionen Euro steigern. Um Einmaleffekte im Vorjahr und in diesem Jahr bereinigt, verbesserte sich das EBIT sogar um 229 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro. Damit hat der Konzern die im Juli veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen leicht übertroffen.

„In der Krise zeigt sich mehr denn je die Resilienz von Deutsche Post DHL Group. Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer weltweit 550.000 Mitarbeiter*innen, konnten wir auch in äußerst herausfordernden Zeiten die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen und wichtige Lieferketten für die Industrie aufrechterhalten“, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. „Gerade jetzt zahlt sich aus, dass wir mit der Strategie 2025 unseren Fokus voll und ganz auf unsere profitablen Logistik-Kerngeschäfte und die digitale Transformation des Unternehmens gelegt haben. Unser Unternehmen ist besser aufgestellt als jemals zuvor, und ich bin zuversichtlich, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen werden.“

Starke Entwicklung dank diversifiziertem Portfolio von Logistiklösungen 

Mit seiner außerordentlich breiten geographischen Aufstellung und seinem umfangreichen Portfolio von Logistikdienstleistungen – von weltweiten Express-, Luft- und Seetransporten, über Lagerhaltung und E-Commerce-Lösungen bis hin zu Brief- und Paketdienstleistungen in Deutschland – ist Deutsche Post DHL Group robuster aufgestellt und für Krisenzeiten besser gerüstet als andere Unternehmen. Die unter anderem durch den Einsatz von Data Analytics und Automatisierung fortschreitende digitale Transformation von Geschäftsprozessen und Kundenlösungen hat die Position der Unternehmensbereiche weiter gefestigt. Die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal hat die Stärken des Konzerns erneut unter Beweis gestellt: Alle fünf Divisionen des Konzerns waren trotz des pandemiebedingt herausfordernden Umfelds profitabel.

Dazu beigetragen hat, dass der Konzern frühzeitig Maßnahmen getroffen hat, um seine Kapazitäten der veränderten Nachfragesituation anzupassen und die Verfügbarkeit der eigenen Flugkapazitäten zu sichern. So war zu Beginn des zweiten Quartals die Geschäftsentwicklung bei Express, in der Luft- und Seefracht sowie der Lagerlogistik insbesondere durch die bestehenden Pandemie-Schutzmaßnahmen in Europa und Nordamerika geprägt. Im weiteren Verlauf des zweiten Quartals setzte beispielsweise eine Erholung der Volumina im internationalen zeitgenauen Expressgeschäft ein, die es der Express Division ermöglichte im ersten Halbjahr den Vorjahreswert zu erreichen.

Konzern-EBIT für 2020 bei 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro erwartet

Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal hat Deutsche Post DHL Group im Juli ein neues Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr ausgegeben: Demnach erwartet der Konzern für 2020 ein operatives Ergebnis in Höhe von 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro. Darin enthalten sind die im Februar prognostizierten Aufwendungen für die StreetScooter-Neuausrichtung in Höhe von rund 400 Millionen Euro, die für das dritte Quartal geplante einmalige Prämienzahlung an die Mitarbeiter*innen mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro[1] sowie einmalige Sonderabschreibungen von rund 100 Millionen Euro, die im zweiten Quartal durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöst wurden.

Für den Bereich Post & Paket Deutschland, auf den etwa ein Viertel der einmaligen Prämienzahlung entfallen wird, erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis von rund 1,5 Milliarden Euro. Für die DHL-Divisionen prognostiziert Deutsche Post DHL Group inklusive aller Sondereffekte ein EBIT zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden Euro. Maßgeblich beeinflusst von der StreetScooter-Neuausrichtung wird für die Corporate Functions ein Ergebnis von rund minus 750 Millionen Euro erwartet.

Die im Juli aktualisierte mittelfristige Ergebnisprognose, wonach für 2022 ein Konzern-EBIT – abhängig vom Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Erholung – von rund 4,7 Milliarden Euro bis zu mehr als 5,3 Milliarden Euro erwartet wird, gilt unverändert. Ebenfalls bestätigt werden die kommunizierten Investitions- und Cashflow-Ziele.

Anhaltend starke Entwicklung des Free Cashflow bei fortgesetzter Investitionstätigkeit 

Deutsche Post DHL Group hat im zweiten Quartal 2020 über alle Unternehmensbereiche hinweg
482 Millionen Euro (2019: 1.270 Millionen Euro) investiert. Dabei enthielt der Vorjahreswert mit 743 Millionen Euro einen großen Teil der Gesamt-Investitionen in die 777-Erneuerung der Interkontinentalflotte von DHL Express.

Der Operative Cashflow des Konzerns betrug im zweiten Quartal 1.646 Millionen Euro (2019: 1.265 Millionen Euro) und stärkt damit die unverändert solide finanzielle Situation des Konzerns – auch in Zeiten der Krise. Der Free Cashflow konnte deutlich auf 605 Millionen Euro (2019: minus 547 Millionen Euro) gesteigert werden. Basis für diese starke Entwicklung ist die sehr gesunde Entwicklung des operativen Ergebnisses sowie die im Vergleich zum Höhepunkt in Q2 2019 geplant niedrigere Investitionstätigkeit in die Interkontinentalflotte.

„Im ersten Halbjahr haben wir eine hervorragende Entwicklung des Free Cashflows gezeigt. Dass uns das inmitten der Krise gelungen ist, zeigt, wie wirkungsvoll unsere strukturellen Maßnahmen zur Stärkung des Free Cashflow sind“, sagte Finanzvorstand Melanie Kreis. „Gleichzeitig können wir es uns dank unserer starken Bilanz leisten, weiter in profitables Wachstum in unseren Kerngeschäften zu investieren.“

Insgesamt erwirtschaftete Deutsche Post DHL Group im zweiten Quartal einen Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen von 525 Millionen Euro (2019: 458 Millionen Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug entsprechend 0,43 Euro nach 0,38 Euro vor einem Jahr.

Post & Paket Deutschland: Dynamik im Paketgeschäft sorgt für Gewinnsprung um fast 50 Prozent

Der Umsatz der Division Post & Paket Deutschland legte im zweiten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um 7,0 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 49,2 Prozent auf 264 Millionen Euro. Hier entfalteten die durchgeführten Kosten- und Preismaßnahmen sowohl im Brief- als auch im Paketgeschäft eine positive Wirkung.

Der seit Jahren anhaltende Trend steigender Paketmengen bei gleichzeitig rückläufigen Briefvolumina wurde im zweiten Quartal durch die Pandemie deutlich verstärkt. So gingen die Sendungsmengen im Briefgeschäft zu Beginn des zweiten Quartals vor allem durch eine starke Zurückhaltung im Dialog Marketing zurück. In Folge der Schließung des stationären Einzelhandels und des damit einhergehenden Booms im Onlinehandel verzeichnet das deutsche Paketgeschäft seit Ende März starke Wachstumsraten.

Express: Erneute Umsatzsteigerung bei anhaltend hoher Profitabilität

Die DHL-Division Express konnte im zweiten Quartal ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 565 Millionen Euro (2019: 521 Millionen Euro).

Die Geschäftsentwicklung wurde zu Beginn des zweiten Quartals noch durch stark rückläufige Volumenaufkommen beeinflusst. Im weiteren Verlauf erholten sie sich jedoch insbesondere in Asien so weit, dass die Sendungsmengen in Summe Vorjahresniveau erreichten. Schlüsselfaktoren waren neben der Verfügbarkeit einer eigenen Flotte von Frachtfliegern die erfolgreiche Anpassung an die pandemiebedingt veränderte Auslastung des Netzwerks. Ausdruck der Stärke ist auch die hervorragende Entwicklung der operativen Marge, die mit 12,5 Prozent in einem dynamischen Marktumfeld im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gesteigert werden konnte (2019: 12,3 Prozent).

Global Forwarding, Freight: Effiziente Reaktion auf verändertes Marktumfeld

Trotz signifikanter Herausforderungen an den internationalen Transportmärkten konnte der Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight seinen Umsatz im zweiten Quartal um 9,7 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent auf 190 Millionen Euro (2019: 124 Millionen Euro).

Die Division sah sich pandemiebedingt mit einer starken Verknappung der im Markt befindlichen Luftfrachtkapazitäten konfrontiert. Bei rückläufigen Volumina führte diese Kapazitätsverknappung jedoch zu einer deutlich positiven Entwicklung der Bruttomarge in der Luftfracht. Sie ist maßgeblich für die erfolgreiche Entwicklung der Division im zweiten Quartal verantwortlich.

Supply Chain: Trotz rückläufiger Umsätze weiterhin positiver Ergebnisbeitrag

Der Unternehmensbereich Supply Chain konnte im zweiten Quartal, trotz eines Umsatzrückgangs auf rund 2,7 Milliarden Euro (2019: 3,3 Milliarden Euro), ein positives operatives Ergebnis von 35 Millionen Euro erzielen (2019: 87 Millionen Euro). Neben der pandemiebedingt rückläufigen Umsatzentwicklung wurde das EBIT durch Sondereffekte in Höhe von 62 Millionen Euro belastet.

Das Geschäft mit der Kontraktlogistik weist insgesamt eine höhere Abhängigkeit von einzelnen Kundenaktivitäten auf, da Transport- und Lagerlösungen dezidiert für den Kunden entwickelt und betrieben werden. Dabei sah der Unternehmensbereich je nach Branche sehr unterschiedliche Entwicklungen: Während sich Teile des Retail Sektors und der Life Science & Healthcare Sektor positiv entwickelten, schwächte sich das Geschäft im Automobilsektor sichtbar ab. Basis für die weiterhin profitable Entwicklung ist eine hohe Kostendisziplin und die Flexibilität, neue Lösungen für Kunden in einem dynamischen Marktumfeld zu finden. Diese Qualität spiegelt sich im Abschluss zusätzlicher Verträge mit Neu- und Bestandskunden trotz Krise in Höhe von 302 Millionen Euro Umsatz auf Jahresbasis wider – eine Steigerung um 47 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

eCommerce Solutions: Ergebnis dank Portfoliooptimierung und starkem B2C Wachstum weiter verbessert 

Der Unternehmensbereich eCommerce Solutions hat seinen Umsatz im zweiten Quartal um 16,8 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis der Division verbesserte sich, trotz Sonderabschreibungen von 30 Millionen Euro, auf 1 Millionen Euro (2019: minus 18 Millionen Euro).

Neben der erfolgreichen Portfoliooptimierung im Zuge der Neuausrichtung der internationalen Paketaktivitäten verzeichnete die Division signifikante Fortschritte beim Kostenmanagement und der Steigerung der Effizienz. Die Geschäftsentwicklung verbesserte sich im Verlauf des zweiten Quartals spürbar. Treiber waren hier besonders die B2C Geschäftsaktivitäten in Europa und Amerika, die von steigenden Sendungsmengen profitieren konnten.

Quelle: www.dpdhl.de

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Pressemitteilung veröffentlicht am 05.08.2020 in Briefdienste, De-Mail, E-Postbrief & Co., News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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