Gemeinsame Studie von UPS und GreenBiz zeigt Anreize und Barrieren für Elektrofahrzeugflotten auf

– Flottenbesitzer werden von Zukunftsfähigkeit und niedrigeren Betriebskosten angezogen
– Infrastruktur und Fahrzeugverfügbarkeit bleiben größte Herausforderungen

Vorteile für die Umwelt und sinkende Betriebskosten: Laut dem heute veröffentlichten Report von UPS (NYSE: UPS) und GreenBiz sind dies die beiden Hauptfaktoren, um kommerzielle Flotten zu Elektrofahrzeugflotten umzurüsten. In der Studie „Curve Ahead: The Future of Fleet Electrification“ identifizieren Branchenführer die wichtigsten Motive und Hindernisse für die Elektrifizierung sowie Strategien, um den Markt für gewerbliche Elektro-Fahrzeuge von der Nische in den Mainstream zu bringen.

Hauptmotivation elektrisch umzurüsten sind für 83 Prozent der befragten Großunternehmen Nachhaltigkeits- und Umweltziele. Für 64 Prozent der Befragten ist der zweitgrößte Faktor niedrigere Gesamtbetriebskosten – unter Berücksichtigung der direkten und indirekten Kosten und der Einsparungen über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. Neben der Kraftstoffeinsparung sind Elektrofahrzeuge üblicherweise wartungsärmer als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, was geringere Wartungskosten bedeutet.

Trotz des Wunsches nach Elektrifizierung stehen viele Flottenbetreiber vor Herausforderungen. 55 Prozent der Befragten nannten den anfänglichen Kaufpreis von elektrischen Nutzfahrzeugen als größte Hürde. 44 Prozent halten eine unzureichende Ladeinfrastruktur vor Ort für eine Barriere und 92 Prozent gaben an, dass ihre Einrichtung „nicht sehr gut ausgestattet“ sei, um gewerblichen Ladebedürfnissen gerecht zu werden. Die Studie ergab jedoch auch, dass weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen mit Regierungen oder Versorgungsunternehmen zusammenarbeiten, um die Ladeinfrastruktur gemeinsam voranzutreiben.

„Die Herausforderungen hinsichtlich der Kosten und Infrastrukturanforderungen können gewaltig sein, aber wir haben begonnen, Lösungen zu entwickeln”, sagte Scott Philippi, Senior Director of Automotive Maintenance and Engineering bei UPS. „In den USA haben wir kürzlich 50 elektrisch betriebene Zustellfahrzeuge bestellt, von denen wir erwarten, dass sie in etwa die gleichen Gesamtkosten haben werden wie konventionelle, dieselbetriebene Fahrzeuge. In London konnten wir durch eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Organisationen eine Lösung für unseren Stromladebedarf finden. Die wirtschaftliche Betrachtung kombiniert mit der zunehmenden Bevorzugung von Elektrofahrzeugen seitens der Städte und Landesregierungen, wird uns helfen, den Wendepunkt für die Einführung einer großen Elektrofahrzeugflotte zu erreichen.“

Die befragten Flottenmanager und Branchenexperten machten im Rahmen der Studie Vorschläge für Strategien, um solche Herausforderungen zu bewältigen, darunter auch mögliche erste Schritte. Statt einer groß angelegten Flottenüberholung werden viele Unternehmen beim Austausch von Fahrzeugen den Schwerpunkt auf elektrische Optionen legen – und Elektroleasingoptionen in Betracht ziehen, um den Anschaffungspreis zu umgehen. Die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge hängt von der spezifischen Fahrzeugnutzung, der Größe und Verteilung der Flotten über die Gebiete hinweg, den Stromkosten und dem Zugang zur Ladeinfrastruktur ab.

„Obwohl die Umstellung kommerzieller Flotten auf eine elektrische Zukunft sehr komplex ist, verbessern sich die Fahrzeugtechnologien und Optionen zur Modernisierung der Infrastruktur schnell”, sagte Paul Carp, Director Research und Senior Analyst der GreenBiz Group. „Die weitere Zusammenarbeit mit der Industrie wird ausschlaggebend sein, um die Elektrifizierung von Flotten in vielen Fällen entscheidend zu beschleunigen.”

Der Markt für gewerbliche Elektro-Fahrzeuge wächst. 70 Prozent der Unternehmen berichten, dass sie eng mit Fahrzeugherstellern und -zulieferern zusammenarbeiten, um die neuesten Technologien und Merkmale von Elektrofahrzeugen gemeinsam zu identifizieren. Diese Kommunikation ist wichtig, da 32 Prozent der Befragten eine unzureichende Produktverfügbarkeit als Hindernis bezeichnen. UPS arbeitet mit Nutzfahrzeugherstellern wie ARRIVAL, Tesla, Thor Trucks und Workhorse zusammen und liefert Daten und Leistungsrückmeldungen, um die Produktverfügbarkeit zu fördern und Flottenlösungen zu entwickeln, die die individuellen Anforderungen erfüllen.

UPS arbeitet auch mit Herstellern, Regierungen und Versorgungsunternehmen zusammen, um innovative Technologien zu nutzen, wie zum Beispiel die intelligente Netzladung („Smart Grid“) in London. Smart Grid ermöglicht es UPS, seine Elektrofahrzeugflotte ohne einen kostenintensiven Ausbau des Stromnetzes zu laden. Das Projekt, das durch die Beteiligung von UK Power Networks, Cross River Partnership und dem britischen Office for Low Emissions Vehicles ermöglicht wurde, ist ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit Barrieren der Fahrzeugelektrifizierung überwinden kann.

Die Forschungsergebnisse werden auf der GreenBiz VERGE conference in Oakland, Kalifornien am 16. Oktober ausführlich diskutiert. Um das Whitepaper herunterzuladen, besuchen Sie ups.com/sustainability

Die von UPS und GreenBiz durchgeführte Studie „Curve Ahead: The Future of Fleet Electrification“ (2018) stellt die Ergebnisse der qualitativen Forschung sowie eine Online-Umfrage der GreenBiz-Gruppe (Juni 2018) mit mehr als 200 Befragten im Rahmen des GreenBiz Intelligence Panels vor.

UPS blickt auf eine lange Geschichte mit Elektrofahrzeugen zurück. In den 1930er Jahren führte UPS erstmals ein Auto mit Elektromotor in seine US-Flotte ein. UPS verfügt heute über mehr als 1.000 Elektro- und Hybrid-Elektrofahrzeuge, die weltweit eingesetzt werden. Die UPS Flotte von rund 9.300 Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen und modernster Technologie fährt heute mehr als 1 Million Meilen pro Tag.

Seit 2008 hat das Unternehmen über 1 Milliarde US-Dollar (rund 871 Millionen Euro) in alternative Kraftstoffe, Fahrzeuge der Spitzentechnologie und Infrastruktur investiert. UPS begreift diese Investitionen als Strategie, um künftig vermehrt E-Fahrzeuge einzusetzen und seine alternative Flotte sukzessive auszubauen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, dass bis 2025 jährlich 25 Prozent der neu gekauften Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und Technologien betrieben werden. Durch diesen Fokus ist UPS in der Lage, seine Infrastruktur schrittweise von Diesel- auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Dies spart Kraftstoff und schont die Umwelt. Zudem werden durch neueste Technologien und Fortschritte in der Forschung die Wartungskosten für E-Fahrzeuge beständig niedriger – eine weitere Hürde, die auf dem Weg zu einer nachhaltigen Flotte wegfällt.

Quelle: www.ups.com

 

Pressemitteilung veröffentlicht am 11.10.2018 in Mobiles, Nachhaltigkeit, News (In- und Ausland).
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