Cross-Border Commerce Europe veröffentlicht die siebte Ausgabe des Berichts „TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“: Europas Marketplace-Handel tritt in eine neue Ära ein

Cross-Border Commerce Europe, die führende Plattform für grenzüberschreitenden E-Commerce in Europa, veröffentlicht die siebte Ausgabe ihres Berichts „TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“. Die Studie zeigt, wie KI, Spezialisierung, globaler Wettbewerb und Regulierung die europäische Marketplace-Landschaft verändern. Eine Studie von CBCommerce mit Unterstützung von FedEx Express, Mondial Relay und Poste Italiane.
Im Jahr 2026 erzielten die TOP 100 der in Europa aktiven Marketplaces ein geschätztes Bruttowarenvolumen (GMV) von 175,8 Milliarden Euro, einschließlich inländischer und grenzüberschreitender Verkäufe. Davon entfielen 139,8 Milliarden Euro beziehungsweise 79,5 % auf grenzüberschreitende Transaktionen. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Marketplaces, die Käufer und Verkäufer über europäische Landesgrenzen hinweg miteinander verbinden.
Mit Blick auf 2027 wird für das gesamte GMV der europäischen TOP 100 Cross-Border Marketplaces ein Wachstum von rund 8 % auf 190 Milliarden Euro prognostiziert. Das grenzüberschreitende GMV dürfte um 10 % auf 154 Milliarden Euro steigen und damit etwa 81 % des gesamten Marketplace-GMV ausmachen. Treiber sind die KI-gestützte Produktsuche, die weitere internationale Expansion von Marketplaces und zunehmende Investitionen in lokale Fulfillment-Infrastruktur in Europa.
Große Anbieter wie Amazon, Temu und AliExpress führen das TOP-100-Ranking an, gefolgt von eBay und Etsy. Der Wettbewerb bleibt intensiv, da globale Plattformen in europäische Infrastruktur und lokales Fulfillment investieren. Zugleich verändern KI-gestützte Produktsuche und Social Commerce die Produktentdeckung, während regulatorische Anforderungen die Abläufe komplexer machen. In einem reiferen Markt entscheidet nicht allein die Präsenz in weiteren Ländern über den Erfolg, sondern das Zusammenspiel der richtigen Marketplaces, Technologien, Logistik und Kundenangebote.
Die TOP 10 Marketplaces in diesem Bericht sind:
- Amazon
- Temu
- AliExpress
- eBay
- Etsy
- Vinted
- OLX
- Zalando
- AbeBooks
- StockX
Der TOP 100 eRank ist ein Relevanzranking, das auf der sorgfältigen Gewichtung von vier zentralen Parametern beruht. Sie messen die grenzüberschreitende Bedeutung und Leistung jedes Marketplace:
- Grenzüberschreitende Online-Umsätze in 28 europäischen Ländern, darunter Großbritannien, die Schweiz und Norwegen
- SEO-Indikatoren für die grenzüberschreitende Performance
- Geografische Abdeckung (Cross-Border-Score)
- Anzahl und Anteil grenzüberschreitender Website-Besuche
Diese Kriterien werden durch sekundäre, gewichtete Parameter ergänzt:
- Geschäftsmodelle der Marketplaces (B2B, B2C, P2P, C2C); europaweite Markenstrategien; KI- und Big-Data-Strategien; Kundenservices; sowie Marketplace-Typ (hybrid oder rein), einschließlich der Beteiligung von Drittanbietern und des grenzüberschreitenden GMV-Potenzials.
Im Jahr 2026 bilden Marketplaces zunehmend das Rückgrat des internationalen Handels – von Produktsuche und Logistik bis zu Zahlungen und Marketing. Europas vielfältige Verbraucher, Sprachen und Vorschriften eröffnen große Chancen für grenzüberschreitendes Wachstum, stellen Unternehmen aber auch vor operative Herausforderungen.
Drei wesentliche Modelle dominieren
- Generalistische Marketplaces (z. B. Amazon, Allegro und bol.com) – breites Sortiment, leistungsfähige Infrastruktur und hohe Reichweite, aber starker Preis- und Sichtbarkeitswettbewerb.
- Vertikale Marketplaces (z. B. Zalando, ManoMano und ASOS) – kuratierte, kategoriefokussierte Plattformen mit hoher Markenrelevanz, aber selektivem Zugang.
- C2C-Marketplaces (z. B. Vinted, Depop und Wallapop) – Handel zwischen Privatpersonen und communitygestützte Entdeckung, mit niedrigen Einstiegshürden, aber geringerer Markenkontrolle.
Die Wahl des Modells ist strategisch: Generalisten bieten Skalierung, vertikale Plattformen gezielte Positionierung und C2C fördert den Wiederverkauf. Marken kombinieren diese Modelle zunehmend in einem bewussten Marketplace-Portfolio, um Wachstum, Relevanz und operative Kontrolle auszubalancieren.
Vier Trends prägen das Marketplace-Wachstum
KI-gestützte Produktentdeckung. KI-Assistenten helfen Verbrauchern zunehmend, Produkte zu recherchieren, zu vergleichen und auszuwählen, noch bevor sie einen Marketplace besuchen. Für Marken werden korrekte Produktdaten, Preise, Verfügbarkeit und Bewertungen immer wichtiger, um in KI-generierten Empfehlungen sichtbar zu bleiben.
Social Commerce. Creator, kurze Videos mit Kauffunktion und soziale Plattformen rücken Produktentdeckung und Kauf näher zusammen. Das frühe Wachstum in Europa wird besonders von Creator-Inhalten getragen und eröffnet Marketplaces und Händlern neue Wege, Kunden jenseits der klassischen Suche zu erreichen.
Lokales Fulfillment und globaler Wettbewerb. Internationale Plattformen bauen ihre Netzwerke aus europäischen Verkäufern, Lagern und Lieferpartnern aus. Diese Lokalisierung kann Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit verbessern und hilft Marketplaces, auf neue Zollregeln und zunehmend preissensible Verbraucher zu reagieren.
Regulatorische Bereitschaft. Zollreformen, Mehrwertsteuer, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und Verpackungsvorgaben erhöhen die Komplexität des grenzüberschreitenden Handels. Transparente Preise, zuverlässige Lieferungen und stärker automatisierte Compliance-Prozesse werden für Verkäufer in mehreren europäischen Märkten immer wichtiger.
„Ich möchte unserem Marktforschungsteam sowie unseren Partnern FedEx Express, Mondial Relay und Poste Italiane für diese siebte Ausgabe des Berichts ‚Top 100 Online Marketplaces in Europe‘ danken. Diese Initiative erhöht die Transparenz im europäischen Online-Marketplace-Sektor und fördert das grenzüberschreitende Wachstum der gesamten Branche“, erklärt Carine Moitier, Gründerin von CBCommerce.EU.
Hier geht´s zur Infografik.
Quelle: www.cbcommerce.eu
Schlagwörter: Cross-Border Commerce Europe


