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Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten flexibel bleiben

Mit dem Ansteigen der Inflation steht der Onlinehandel vor einer schwierigen Herausforderung – im zweiten Quartal 2022 ging das E-Commerce Wachstum in Deutschland schon um 24 Prozent zurück. Während Händler*innen bereits versuchen, sich auf die derzeitige wirtschaftliche Unsicherheit einzustellen, wächst gleichzeitig die Erwartungshaltung auf Kundenseite. So geben 65 Prozent der europäischen Verbraucher*innen im Sendcloud E-Commerce Delivery Compass an, dass flexible Lieferzeiten für sie beim Online-Einkauf besonders wichtig sind. Händler*innen sollten deshalb die Faktoren ihrer Lieferprozesse, die ihren Umsatz beeinflussen, genau kennen. Auch weitere Zahlen aus der Untersuchung bestätigt die steigenden Anforderungen: 

So möchten 61 Prozent der Kund*innen gerne den genauen Tag ihrer Lieferungen individuell auswählen und weitere 68 Prozent würden am liebsten sogar noch einen genauen Zeitrahmen für ihre Lieferung bestimmen. Und immerhin sechs von zehn Verbrauchern (51 Prozent) möchten darüber hinaus bei Bedarf auch die Zustellzeit ändern können, selbst wenn das Paket schon längst unterwegs ist.

Wunsch nach größerem Komfort wird Treiber für noch flexiblere Zustellung 
Diese gewünschte Flexibilität scheint vor allem auf einem großen Wunsch nach mehr Komfort zu basieren. Verbraucher*innen wollen heutzutage einfach selbst entscheiden, wo, wann und wie sie eine Bestellung erhalten möchten. Damit steigt der Bedarf an Premium-Versandoptionen, mit denen sich Pakete zu den von Verbrauchern gewünschten Zeitpunkten liefern lassen. Gerade deutsche Online-Shopper:innen entscheiden sich neben der Standardzustellung (66 Prozent) immer öfter auch für die Zustellung am Wunschtag (35 Prozent) oder am Wochenende (19 Prozent).

Vier Gründe für eine Multi-Carrier-Strategie 
Wollen Händler*innen in Zeiten einer drohenden Rezession trotzdem noch auf Wachstumskurs bleiben, müssen sie ihren Kunden einen wirklich optimalen Versand anbieten. Nicht jede Methode für flexible Lieferungen passt allerdings für jeden Händler. Daher könnte eine Multi-Carrier-Strategie dazu beitragen, nicht nur alle Kundenerwartungen zu erfüllen, sondern zugleich auch Kosten zu sparen:

  1. Die beste Versandlösung für jedes Paket – mit dem richtigen Überblick
    War es früher üblich, mit nur einem einzigen Speditionspartner eine auf das eigene Paketvolumen angepasste Preisvereinbarung auszuhandeln, entscheiden sich Händler*innen heute zunehmend dafür, ihren Versand auf verschiedene Dienstleister zu verteilen. Ein datengesteuerter Ansatz hilft dabei, die jeweils schnellste und günstigste Versandoption zu finden und die Preispläne mehrerer Speditionen auf Grundlage von Gewicht, Herkunft, Ziel und Geschwindigkeit für optimierter Versandkosten zu kombinieren. Unternehmen mit einem genauen Überblick über alle Leistungen möglicher Versandpartner sind zudem auch in einer besseren Position, um neue Tarife auszuhandeln.
  2. Mit maßgeschneiderten Zustellungsoptionen unterschiedliche Kundenerwartungen erfüllen
    65 Prozent der Verbraucher*innen geben an, dass Flexibilität beim Versand für sie ein wichtiger Entscheidungsfaktor ist. Käufer*innen wollen bei der Lieferung von Paketen die Auswahl haben. Dafür sind sie sogar bereit, für Premium-Versandoptionen wie Zustellung am selben Tag oder nachhaltige Lieferungen eine Extra-Gebühr zu zahlen. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, sollten Unternehmen auf eine Multi-Carrier-Strategie setzen. Nur so können sie die unterschiedlichen Versandoptionen und -zeiten, die ihre Kunden von ihnen erwarten, auch zuverlässig einhalten und so ihre Conversion-Rate erhöhen – denn eine größere Auswahl an Zustelloptionen begünstigt den Abschluss eines Kaufvorgangs.
  3. Resilienz im Versand durch Flexibilität
    Mit Blick auf den Arbeitskräftemangel in der Logistikbranche steigt das Risiko, dass Pakete heute viel zu spät oder im schlimmsten Fall auch gar nicht beim Besteller ankommen. Das kann Kunden vertreiben. Verteilen Händler ihr Paketvolumen gleich auf mehrere Spediteure, können sie bei Verspätungen oder lokaler Überlastung eines Anbieters problemlos von Spediteur A zu B wechseln. So können sie sicherstellen, ihre Lieferzusagen einzuhalten.

4. Automatisierte Rechnungsstellung reduziert Versandkostenfehler
Fehlerhafte Versandrechnungen bedeuten Zusatzkoste. Vor allem im Hinblick auf neue Treibstoffzuschläge infolge der Energiekrise und steigende Versandkosten ist es ratsam, alle Änderungen bei den Geschäftsbedingungen von Spediteuren jederzeit genau im Blick zu behalten. Händler*innen sollten alle Versandkosten – einschließlich der Zuschläge – idealerweise im Voraus berechnen, um Überzahlungen und daraus folgende Rückerstattungen möglichst zu vermeiden. Durch die Nutzung digitaler Versandplattformen können E-Tailer nicht nur die Erstellung von Lieferetiketten komplett automatisieren, sondern auch Fehler bei der Berechnung von Lieferkosten auf ein Minimum reduzieren und ihre Versandkosten so optimieren.

Quelle: www.sendcloud.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 08.08.2022 in E-Commerce, IT, News (In- und Ausland), Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.
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