Sven Richard Samdal Signicat Head of Growth and Andreas Mjelde Two Co-founder and CEO

Two und Signicat ermöglichen sofortige Verifizierung von B2B-Käufern

Two und Signicat, zwei norwegische Fintech-Unternehmen, lösen durch ihre Partnerschaft ein Problem, das das Wachstum des B2B-E-Commerce in der DACH-Region bisher gebremst hat: den  Echtzeitnachweis, dass ein Käufer die Befugnis hat, im Namen seines Unternehmens einzukaufen.

Two und Signicat adressieren damit eine zentrale Herausforderung im B2B-Handel in der DACH-Region und Europa. Während die Verifizierung der digitalen Identität von Verbrauchern etabliert und die Bonitätsprüfung von Unternehmen Routine ist, bleibt die Verbindung zwischen beidem ein kritischer Reibungspunkt. Die Bestätigung, dass ein einzelner Käufer berechtigt ist, für sein Unternehmen Transaktionen durchzuführen, erforderte bisher oft manuelle Eingriffe. Dies führte zu Verzögerungen, erhöhte das Betrugsrisiko und verursachte Umsatzeinbußen durch Kaufabbrüche.

Wir nennen das die Autorisierungslücke“, sagt Andreas Mjelde, CEO und Mitbegründer von Two. „Ein österreichischer Händler kann sofort überprüfen, ob ein Käufer eine reale Person namens Maria Garcia ist. Er kann prüfen, ob die García Industrial S.L. ein legitimes spanisches Unternehmen ist. Aber kann Maria die García Industrial S.L. zu einem Zahlungsziel von 60 Tagen bei einer Bestellung im fünfstelligen Bereich verpflichten? Bisher bedeutete die Antwort auf diese Frage einen tagelangen Austausch von Dokumenten und Telefonaten. Wir haben diesen Prozess auf wenige Sekunden reduziert.“

Die Partnerschaft verbindet die B2B-Zahlungs- und Risikoplattform von Two mit der Identitätsplattform von Signicat und ermöglicht so die Orchestrierung einer ganzen Reihe von Verifizierungsmethoden. Der Prozess kombiniert die persönliche Identitätsprüfung, unter Nutzung von Methoden, die von etablierten nationalen eID-Systemen bis hin zur modernen Überprüfung elektronischer Ausweisdokumente mit Biometrie reichen, mit Echtzeit-Abfragen aus offiziellen Unternehmensregistern. Wenn sich ein Geschäftskunde authentifiziert, bestätigt das System somit gleichzeitig seine persönliche Identität und überprüft seine rechtliche Befugnis, für das Unternehmen zu handeln.

Das Timing ist entscheidend, denn der weltweite B2B-E-Commerce-Umsatz wird bis 2026 voraussichtlich 36 Billionen US-Dollar erreichen. Dies unterstreicht die schnelle Verlagerung von traditionellen Kanälen zum Online-B2B-Vertrieb, auch wenn das Wachstum weiterhin durch Betrugsrisiken und Compliance-Hürden gebremst wird. Eine Studie von Signicat aus dem Jahr 2025 ergab, dass 54 % der europäischen Fintechs einen Anstieg von Betrugsfällen meldeten, von denen ein Großteil genau diese Lücke zwischen persönlicher und unternehmerischer Identität ausnutzt.

„Der Betrug ist nicht raffiniert. Jemand gibt vor, ein Unternehmen zu vertreten, und man kann es nicht schnell überprüfen. Also lehnt ein Händler den Verkauf entweder ab oder akzeptiert das Risiko“, erklärt Sven Richard Samdal, Head of Growth bei Signicat. „Wir haben eine Infrastruktur geschaffen, die es Two ermöglicht, die Zeichnungsberechtigung auf die gleiche Weise zu überprüfen, wie nordische Banken Identitäten in großem Umfang verifizieren. So kann das Unternehmen seine AMLR-Verpflichtungen erfüllen und gleichzeitig selbstbewusst expandieren. Dies ist die Infrastruktur, die sicheren, grenzüberschreitenden Handel in großem Maßstab ermöglicht.“

Für Händler bedeutet die Partnerschaft, verifizierten Geschäftskunden sofortige Zahlungsziele ohne manuelle Kreditanträge anbieten zu können. Für Käufer bedeutet es das gleiche reibungslose Checkout-Erlebnis, das sie als Verbraucher gewohnt sind, unterstützt durch die Kreditbedingungen, die ihr Unternehmen benötigt.

Quelle: www.signicat.com

Pressemitteilung veröffentlicht am 11.02.2026 in News (In- und Ausland), Software, Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.