Deutsche Post DHL und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen organisieren „Get Airports Ready for Disaster“ Workshop in Jordanien

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• Flughafenbehörde des Queen Alia International Airport in Amman wird auf den Ernstfall nach einer Naturkatastrophe vorbereitet   

• GARD-Programm feierte kürzlich fünfjähriges Bestehen

Der weltweit führende Post- und Logistikkonzern Deutsche Post DHL und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme/UNDP) haben einen neuen „Get Airports Ready for Disaster“ (GARD) Workshop am Queen Alia International Airport in Amman/Jordanien begonnen. Vom 7. bis 10. September werden Flughafenmitarbeiter im Rahmen eines viertägigen Workshops auf die logistischen Herausforderungen im Falle einer Naturkatastrophe vorbereitet, zum Beispiel auf die Abfertigung großer Mengen eintreffender Hilfsgüterlieferungen und ein hohes Passagieraufkommen nach einem Erdbeben, Überflutungen oder Wirbelstürmen. Die 30 Workshop-Teilnehmer setzen sich aus Vertretern des Flughafenbetreibers und der Flugsicherheit sowie lokalen Sicherheitsbehörden und den relevanten Katastrophenschutzeinrichtungen vor Ort zusammen.

Das GARD-Programm von Deutsche Post DHL wurde vor fünf Jahren in Zusammenarbeit mit dem UNDP ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, die Flughäfen in Regionen, die häufig von Naturkatastrophen betroffen sind, auf die Bewältigung eines hohen Passagier- und Güteraufkommens nach einer Naturkatastrophe vorzubereiten. Bei den GARD-Trainern handelt es sich um erfahrene Luftverkehrsexperten von DHL. Sie führen das Training ehrenamtlich durch und stellen relevante Materialien bereit, während UNDP das Projektmanagement übernimmt, die Abstimmung mit den Regierungsbehörden vor Ort koordiniert und Mittel zur Deckung der Workshop-Kosten bereitstellt. Bis heute wurden bei GARD-Workshops in Armenien, Bangladesch, El Salvador, Indonesien, Libanon, Nepal, Panama, Peru, den Philippinen und der Türkei mehr als 430 Personen geschult.

„Nach Naturkatastrophen werden Flughäfen zu lebenswichtigen Drehkreuzen für die Abfertigung eintreffender Hilfsgüter. Durch die GARD-Workshops arbeiten Deutsche Post DHL und UNDP mit Behörden in aller Welt zusammen, um den Kapazitätsbedarf zu analysieren und zu definieren. Gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeiten sie einen standortspezifischen Aktionsplan für die Katastrophenlogistik am betreffenden Flughafen“, sagte Christof Ehrhart, Leiter Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung von Deutsche Post DHL.

Zena Ali-Ahmad, Country Director UNDP Jordanien, sagt: „Seit fast zehn Jahren unterstützt UNDP nationale Partner dabei, das Thema Krisenmanagement bekannt zu machen, ein nationales Krisenprogramm zu etablieren sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Dabei konnten wir bereits große Fortschritte erzielen – die jordanische Regierung prüft gerade den Vorschlag eines nationalen Krisenaktionsplans. GARD ist eine sehr praxisorientierte Initiative, welche die Arbeit am Flughafen nach einer Naturkatastrophe effizienter gestaltet. Das Training ermöglicht es uns, Hand in Hand mit dem Flughafenpersonal des Queen Ali International Airports zu arbeiten. Wir freuen uns, dass wir hier einen wichtigen Beitrag leisten können.“

Kjeld Binger, CEO von Airport International Group (AIG), der bei dem jordanischen Unternehmen verantwortlich für den Betrieb des Queen Alia International Airports ist, sagt: „Jordanien spielt eine aktive Rolle bei der Bereitstellung von regionaler humanitärer Hilfe. Aufgrund der wichtigen Funktion unseres Flughafens ist es für uns oberste Priorität, den Flughafen auf den Notfall vorzubereiten. Unsere Teilnahme am GARD-Programm passt zu unserer langfristigen Strategie, das Flughafenpersonal immer auf dem letzten Stand im Bereich Krisenmanagement zu halten. Wir danken UNDP und DPDHL für ihre wertvolle Unterstützung – und wir freuen uns darauf, mit ihnen auch in Zukunft zusammenzuarbeiten.“

„Jordanien liegt in einer erdbebengefährdeten Region im Mittleren Osten, daher bin ich froh, dass wir bei DHL ein Training anbieten können, das hilft, den Flughafen auf Ausnahmesituationen nach einer Naturkatastrophe vorzubereiten“, sagt Mahmoud Haj Hussein, Country Manager DHL Express Jordanien.

Während eines GARD-Workshops lernen die Flughafenmitarbeiter und Vertreter der nationalen Katastrophenschutzbehörde die effektivsten Mechanismen im Nachgang einer Naturkatastrophe kennen und erfahren, welche internationalen Akteure – zum Beispiel die Vereinten Nationen – im Notfall Hilfe bereitstellen. Im Fokus des Trainings steht dabei vor allem die Bewertung der Kapazitäten des jeweiligen Flughafens einschließlich potenzieller Lagerkapazitäten für Hilfsgüter. Dazu gehören auch die Personalplanung sowie die Bewertung der vor Ort verfügbaren Ausrüstung, der technischen Anforderungen im Ernstfall und entsprechender Alternativen. Am Ende des Workshops wird gemeinsam mit den Luftverkehrsexperten von DHL, Vertretern des UNDP und den teilnehmenden Mitarbeitern des Flughafens und der Katastrophenschutzbehörden ein konkreter Krisenplan erarbeitet. Dieser Plan identifiziert effiziente und praktikable Notfallmaßnahmen, um die Abfertigung der internationalen Hilfsgüterlieferungen und eintreffenden humanitären Helfer nach einer Katastrophe zu bewältigen.

Das Katastrophenmanagement-Programm von Deutsche Post DHL   

Das GARD-Konzept ist Bestandteil des Katastrophenmanagement-Programms von Deutsche Post DHL, das außerdem die DHL Disaster Response Teams (DRT) umfasst. Die Disaster Response Teams von DHL werden nach Katastrophen aktiv, indem sie helfen, die Flughafenlogistik zu koordinieren. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 haben sie bereits mehr als 25 Einsätze durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit der Organisation für die Koordinierung von humanitären Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UNOCHA) helfen die DRT, die Flut eintreffender Hilfsgüterlieferungen an den Flughäfen im Katastrophengebiet abzufertigen.

Quelle: www.dpdhl.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 09.09.2014 in Briefdienste, News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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