EcoCraft erweitert Produktionsprogramm und Vertriebsnetz – Wunstorfer Hersteller rüstet Elektro-Kleinlaster mit innovativem Sicherheitssystem aus

Das Wunstorfer Unternehmen EcoCraft Automotive, mit seinem „EcoCarrier“ Marktführer im Bereich emissionsfreier Elektro-Kleinlaster, erweitert sein Produktionsprogramm und sein Vertriebsnetz. Wie Geschäftsführer Giso Gillner am vergangenen Wochenende anlässlich des Besuchs des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister mitteilte, entwickelt die Firma zusammen mit Partnern ein neues elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) mit einer Load Adaptive Control (LAC), automatischen Erkennung der Schwerpunktlageveränderung bei Auflastung für dynamische Regeleingriffsmöglichkeiten durch das ESP-System des Fahrzeugs, ABS (Anti-Blocker-System), ASR (Antrieb-Schlupf-Regelung) sowie Roll Over Mitigation (ROM), Echt-Zeit-Überwachung und -Regelung des aktuellen fahrdynamischen Zustands. LAC und ROM werden in den EcoCarriern damit erstmalig im Serienbau eingesetzt. Partner bei dieser Entwicklung ist die Bosch Engineering Group in Abstatt.

Auf dem Entwicklungsprogramm steht weiterhin ein neues Frontschutzsystem mit Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie Gurtstraffern in Verbindung mit einer Crash-optimierten Vorderwagenstruktur. Partner ist dabei die Continental Safety Engineering in Alzenau, der Entwicklungsspezialist für Fahrzeugsicherheit bei Continental.

„Damit gehen wir nicht nur auf die Wünsche vieler Interessenten nach solchen Sicherheitskomponenten ein“, begründete Giso Gillner die Projekte, „sondern steigern auch das Absatzpotential unserer Fahrzeuge. Gleichzeitig übernehmen wir die Technologieführerschaft im Bereich Sicherheitssysteme für Nutzfahrzeuge“.

Wie der Technische Leiter von EcoCraft Automotive, Dipl.-Ing. Jürgen Pampel, weiter mitteilte, entwickelt das Unternehmen zusammen mit der Vestec Industrial Engineering in Gütersloh ein neues Schiebetürensystem mit nach vorn verschiebbaren Türen mit integriertem Fensterhebemodul und neuem Dichtsystem. Mit diesem System steigen die Absatzchancen z. B. bei kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben, die den EcoCarrier zur Leerung von Abfallbehältern einsetzen, sowie bei Paketzustellern.

Parallel zur technischen Weiterentwicklung baut EcoCraft Automotive sein Vertriebsnetz in Europa aus. Zu Partnern in Österreich, Luxemburg, Tschechien und Kroatien gewann das Unternehmen in der Schweiz die Migros-Tochter „M-way“ und in Frankreich die Fa. Frappa als Vertriebspartner. Aus der Produktpalette von Frappa wird EcoCraft Automotive das Allrad-Elektrofahrzeug „X4“ in Deutschland vertreiben.

Zu den Partnern des Unternehmens gehören neben VW, Continental und Bosch die Dirks Group und der ADAC. Die Elektro-Kleinlaster von EcoCraft Automotive fallen künftig unter das Schutzprogramm der ADAC Service GmbH. Damit sind Pannen geschützt, die zum sofortigen Liegenbleiben des Fahrzeuges führen.

EcoCraft Automotive hat bisher ca. 300 Fahrzeuge ausgeliefert und ist mit dem „EcoCarrier“ Marktführer für Elektro-Kleinlaster in Deutschland. Für 2011 plant das Unternehmen den Absatz von 500 bis 700 Fahrzeugen. Die Fahrzeuge werden über Vertriebspartner sowie von EcoCraft Automotive in Wunstorf direkt vertrieben.

Die Basisversion des für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassenen „EcoCarriers“ wird bei VW Sarajevo gefertigt und von der Emder Dirks Group, einem weltweit tätigen Full-Service-Provider für Automotive Engineering sowie Produktions- und Distributionslogistik, in deren Hallen in Hannover endmontiert.

EcoCraft Automotive verfügt in Wunstorf bei Hannover über drei Fertigungshallen mit insgesamt 4.000 qm Fläche und beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter.

Der EcoCarier wird als ES (Standard mit 370 kg Zuladung) und EL (Langversion mit 750 kg Zuladung) geliefert. Er bezieht seine Energie gegenwärtig aus Blei/Gel-Batterien. Dabei reicht eine Batteriefüllung für eine Reichweite von bis zu ca. 80 km. Die Aufladezeit beträgt acht bis zehn Stunden, ca. 800 bis 1.200 Ladezyklen sind möglich. Noch in diesem Jahr wird das Unternehmen Lithium/Ionen-Batteriesätze anbieten, durch deren geringeres Gewicht die Nutzlast um rund 250 kg steigt. Die Ladezeit verringert sich auf drei bis fünf Stunden, 2.000 bis 2.500 Ladezyklen sind dann möglich.

Die Preise für den EcoCarrier ES und EL betragen beim Einsatz von Blei/Gel-Batterien ca. 25.000 € bzw. ca. 30.000 € (zzgl. MwSt.). Mit Energiekosten zwischen 2,50 € und 4,00 € je 100 km und Nullemissionen ist der „EcoCarrier“ gleichzeitig umweltfreundlich und wirtschaftlich.

Technische Daten:

Leergewicht ES: 1.380 kg, EL: 1.550 kg (inkl. Blei/Gel-Batterie) Zuladung ES: 370 kg, EL: 750 kg, Auflastung möglich
Zulässiges Gesamtgewicht ES: 1.750 kg, EL: 2.250 kg
Anhängelast ES und EL: 450 kg (ungebremst)
Beschleunigung von 0 auf 50 km/h: 8,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h (elektronisch begrenzt)
Leistung: 15 kW
Drehmoment: über 950 Nm an den Antriebsrädern
Getriebe: einstufig, keine Kupplung
CO2 Emission: Null CO2 g/km
Vorderachse: Querlenker McPherson Federbeine
Hinterachse: Verbundlenkerachse, geregelte Luftfederung
Bremsen vorne: innenbelüftete Scheibenbremsen
Bremsen hinten: Trommelbremsen
Bereifung (serienmäßig):195/70 R 15 oder 195/65 R 15
Farben: Verkehrsweiß, Kommunalorange, Verkehrsblau, Braunrot, Tiefschwarz und Moosgrün


Foto: Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister beim Wunstorfer Unternehmen EcoCraft Automotive

Quelle: www.ecocraft-automotive.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 07.03.2011 in Mobiles, Nachhaltigkeit, News (In- und Ausland).
Schlagwörter: , , ,