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Dank Ausgabenvorsicht deutscher Verbraucher: SchuldnerKlima-Index Deutschland im Sommer 2012 mit 110 Punkten auf positivem Niveau

Der SchuldnerKlima-Index (SKID) liegt im Sommer 2012 bei 110,5 Punkten (Frühjahr 2012: 102,3 Punkte). Das ist das Ergebnis einer bundesweiten und bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung von rund 1000 Bürgern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren, die einmal im Quartal durchgeführt wird.

Der SKID bewertet als Trendindikator die Überschuldungslage der deutschen Verbraucher. Ein Wert über 100 Punkte kennzeichnet eine eher entspannte Überschuldungslage, ein Wert unter 100 Punkte bedeutet, dass sich die Überschuldungslage für die Verbraucher anspannt. Einfach gesagt: Je höher der Index, desto geringer ist das Überschuldungsrisiko für die Verbraucher in Deutschland und umgekehrt. „Die Überschuldungslage der deutschen Verbraucher hat sich nochmals entspannt, das zeigt der aktuelle Wert von 110,5 Punkten. Die Verbraucher haben offensichtlich gelernt, mit der Angst vor Rezession und Inflation umzugehen. Der SchuldnerKlima-Index ist somit erfreulicherweise im positiven Bereich geblieben“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer der Creditreform Boniversum GmbH.

Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten wieder deutlich besser

Die deutschen Verbraucher bewerten die eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten im Sommer 2012 wieder deutlich besser als im letzten Quartal. Rund 33 Prozent der Befragten beurteilen ihre eigene wirtschaftliche Lage mit einer guten oder sehr guten Schulnote (aktuell: 32,7 Prozent; Frühjahr 2012: 27,7 Prozent). Sogar rund 35 Prozent (Frühjahr 2012: 28,9 Prozent) der Deutschen blicken ebenfalls positiv in die nahe Zukunft. Gleichzeitig steigt der Anteil der regelmäßigen Sparer in Deutschland – 36 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Geld für Anschaffungen, den Urlaub oder ganz allgemein beiseitelegen zu können (Frühjahr 2012: 33,6 Prozent).

Aktuelle Kreditnutzung in Deutschland rückläufig

Die aktuelle Kreditnutzung hat zudem im Vergleich zum Vorquartal abgenommen. Im Sommer 2012 geben nur noch 59 Prozent der Verbraucher an, „Kredite oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verpflichtungen“ zu haben (Frühjahr 2012: 61,3 Prozent). Auch für die Zukunft planen nur noch 24 Prozent der Deutschen, Anschaffungen mit Krediten zu tätigen (Frühjahr 2012: 29,8 Prozent). „Der Indikator Kreditaffinität zeigt, dass sich die deutschen Verbraucher bei ihren Ausgaben zurückhalten und sich an die als unsicher wahrgenommenen Rahmenbedingungen anpassen. Sparen steht im Sommer 2012 auf der Tagesordnung der Deutschen und somit ist auch für die nächsten Monate nicht mit einer drastischen Verschlechterung der Überschuldungslage der deutschen Verbraucher zu rechnen“, so Woydt.

Schuldenstress nimmt weiter ab

Der Teilindikator Schuldenstress hat sich im Sommer 2012 ebenfalls verbessert. Nur noch jeder 13. Verbraucher hat aktuell „häufig das Gefühl, dass ihm die finanziellen Verbindlichkeiten über den Kopf wachsen könnten“ (aktuell: 7,5 Prozent, Frühjahr 2012: 11,2 Prozent). Ebenfalls ist der Anteil der Verbraucher gesunken, die Personen aus ihrem persönlichen Umfeld kennen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken (aktuell: 51,9 Prozent; Frühjahr 2012: 54,3 Prozent).

Die Einflussfaktoren auf das SchuldnerKlima

Der SchuldnerKlima-Index basiert auf drei Einflussindikatoren: den Einschätzungen zur eigenen aktuellen wie auch künftigen wirtschaftlichen Situation (Ökonomisches Potenzial), dem Bestand an aktuellen und erwarteten finanziellen Verpflichtungen (Kreditaffinität) sowie dem Gefühl einer finanziellen Überforderung bei sich selbst und in seinem Umfeld (Schuldenstress). Ergänzend wird nach den Möglichkeiten gefragt, Geld zu sparen (Sparpotenzial).

Quelle: www.boniversum.de

 

Pressemitteilung veröffentlicht am 16.08.2012 in Dies + Das, News (In- und Ausland), Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.
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