UPS Studie zeigt, dass mehr europäische High-Tech-Unternehmen ihre Produktionsstandorte verbrauchernah auswählen

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· 58 % der Befragten in Europa erwarten Wachstum bei High-Tech-Exporten
· 35 % der Entscheider über High-Tech-Logistik in Europa planen Nearshoring
· 56 % verfolgen die neue Rightshoring-Strategie
· 66 % gaben an, bereits Produkte in China zu verkaufen
· 66 % haben Praxiserfahrung mit 3D-Druck

High-Tech-Unternehmen in Europa erwarten robustes Branchenwachstum und bereiten sich darauf vor, indem sie ein breiteres Spektrum an Faktoren beim Aufbau ihrer Netzwerke für die Produktionslieferkette abwägen. Das zeigten die Ergebnisse der europäischen Befragten bei der fünften jährlichen UPS Umfrage zu Veränderungen in der Lieferkette mit dem Titel „Change in the (Supply) Chain (CITC).“

Laut der Umfrage, die von IDC Manufacturing Insights im Auftrag von UPS durchgeführt wurde, bevorzugen High-Tech-Unternehmen immer noch die Offshoring-Strategie zur Einsparung von Arbeitskosten, aber viele Firmen in Europa haben mittlerweile auch mit dem so genannten „Rightshoring“ begonnen. Etwa 38 % der Befragten in Europa gaben an, dass sie neue Produktionsstandorte in größerer Nähe zur Nachfrage eröffnen würden. Diese Strategie optimiert die Lieferkette unter Nutzung von Kostenvorteilen und Ressourcen vor Ort, um so den besten Kundenservice und die höchsten Gewinnspannen zu erreichen.

Die CITC-Umfrage von UPS zeigt auch, dass High-Tech-Unternehmen zunehmend in Schwellenmärkte expandieren und den 3D-Druck für neue Produktdesigns und Prototypen erschließen.

Insgesamt wurden 516 High-Tech-Führungskräfte in Europa, Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und in Lateinamerika befragt. Bei den Teilnehmern handelte es sich um erfahrene Fachleute im Bereich der High-Tech-Lieferkette. Die Ergebnisse zeigen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Lieferketten mit Einfluss auf die Standortwahl der unternehmenseigenen Einrichtungen sowie auf die Auswahl der Lieferanten.

„High-Tech-Firmen können heutzutage besser auf anspruchsvolle Marktdynamik reagieren, weil sie bei ihren Standortstrategien und Lieferketten flexibler sind“, so Scott Aubuchon, Vice President Marketing UPS Europa. „Unternehmen in Europa verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz bei der Auswertung ihrer Transportkosten und Warenlieferzeiten.“

Beim Nearshoring werden Produktion und Montage näher an den Ort der Nachfrage gebracht. Diese Variante wird immer beliebter, da Unternehmen darauf abzielen, ihr Serviceniveau zu verbessern, ihren Transitbestand zu verringern und mehr Kontrolle über Produktqualität und geistiges Eigentum zu erlangen. Es besteht ein klarer Trend, die Produktion und Montage näher an die Nachfrage zu bringen,“ so Aubuchon. Insgesamt 35 % der Entscheider im High-Tech-Logistikbereich in Europa planen Nearshoring-Maßnahmen – ein Anstieg von 9 % im Vergleich zu den Ergebnissen von 2013. Etwa 54 % der Befragten in Europa haben ihre Produktion bereits vor zwei oder mehr Jahren näher zur Nachfrage verlagert, und 34 % haben ihre Montage dieses Jahr dahingehend verlegt.

Mehr als die Hälfte (56 %) der Befragten in europäischen Unternehmen sehen Rightshoring als Teil ihrer Strategie an. Rightshoring wägt eine Reihe an Faktoren ab, um die Nähe der bezogenen Rohstoffe zu Produktion, Lagerung und Vertrieb zu bestimmen. Zu diesen Faktoren können Kosten, Qualität und die Wiederherstellungszeit nach Betriebsausfällen zählen.

Obwohl UPS einen Anstieg beim Nearshoring und Rightshoring sieht, bleibt das Offshoring, bei dem die Produktion oder Montage in Länder mit niedrigen Arbeitskosten verlegt wird, immer noch die gängigste Strategie. Insgesamt 59 % der europäischen Befragten gaben an, dass sie zur Zeit Offshoring betreiben.

Industrieexporte wachsen weiterhin – so ergeben sich neue Möglichkeiten

Laut CITC-Umfrage gibt es eine starke weltweite Wachstumsperspektive für High-Tech-Exporte, auch in Europa. Etwa 39 % der europäischen Befragten gehen davon aus, dass das Exportwachstum der High-Tech-Industrie in den nächsten zwei Jahren mit dem gegenwärtigen Tempo weitergehen wird, während 19 % sogar schnelleres Wachstum erwarten.

High-Tech-Unternehmen haben bereits viele Schwellenmärkte erfolgreich erschlossen. Von den Umfrageteilnehmern gaben 66 % der europäischen Befragten an, sie würden bereits Produkte in China verkaufen, verglichen mit 41 % in Indien und 31 % in Brasilien. Die drei Spitzenmärkte, in denen europäische High-Tech-Firmen dieses Jahr ihren Eintritt planen, sind Brasilien, Indien und der asiatisch-pazifische Region (mit Ausnahme von Indien und China).

Trotz starker Durchdringung neuer Märkte entwickeln sich aber auch die Expansionshindernisse weiter. Weltweit wird der Umgang mit dem regulatorischen Umfeld als stärkste Schranke angesehen. In Europa liegt das allerdings auf Platz fünf hinter dem Aufbau des Erstbetriebs, kulturellen Herausforderungen, dem Schritthalten mit geänderten Rechtsvorschriften und der Marktauswahl für die Expansion. Die größten ordnungspolitischen Bedenken in Europa befassen sich mit der Nachvollziehbarkeit und Visibilität weltweit oder grenzübergreifend. Dies gaben 44 % der Europäer an, verglichen mit 31% der Befragten weltweit.

Umfrageteilnehmer aus Europa: 3D-Druck ist nützlich beim Produktdesign

Die CITC-High-Tech-Umfrage zeigte darüber hinaus, dass High-Tech-Unternehmen verstärkt Schwellenmärkte durchdringen und den 3D-Druck für neue Produktdesigns und Prototypen erschließen.

Insgesamt 66 % der Umfrageteilnehmer sagten, sie hätten Praxiserfahrung mit 3D-Druck. Hierzu gehören auch die 28 %, die angaben, sie hätten gerade erst begonnen, diese Technologie zu verstehen.

Im Moment setzen High-Tech-Unternehmen den 3D-Druck hauptsächlich ein, um Innovationen beim Design neuer Produkte voranzutreiben. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören schnellere Produktentwicklungs- und Herstellungsprozesse. In Europa verwenden 70 % der Befragten den 3D-Druck zur Gestaltung neuer Produkte und 63 % bei der Erzeugung von Ersatzteilen, verglichen mit 24 % der Umfrageteilnehmer weltweit, bei denen nach eigener Aussage 3D-Druck in der Produktion von Ersatzteilen zum Einsatz kommt.

Andere Themen der Umfrage beschäftigten sich mit High-Tech-Unternehmen und ihrem Ansatz beim Risikomanagement sowie ihren Ansichten zur Nachhaltigkeit. Sie können die Kurzzusammenfassung der CITC-Umfrage unter pressroom.ups.com herunterladen.

Quelle: www.ups.com

Foto “head”: Rainer Sturm – www.pixelio.de

 

Pressemitteilung veröffentlicht am 04.09.2015 in News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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