13. GV des Verbandes KEP&Mail – Verband der privaten Post-Dienstleister: Postmarkt Schweiz: Die privaten Anbieter bauen ihre Dienstleistungen weiter aus und verlangen die längst fällige vollständige Marktöffnung – Marktvolumen übertrifft die Milliardengrenze – Wettbewerb bringt innovative Angebote – Branchen-GAV in Vorbereitung

Die privaten Postdienstleister haben mit neuen und innovativen Angeboten im vergangen Jahr ihre Leistungen weiter ausgebaut und ihre Markt-position gefestigt. Dies obwohl in der Schweiz weiterhin ein Monopol für Sendungen bis fünfzig Gramm besteht. Diese machen rund achtzig Prozent des Briefvolumens aus und dürfen einzig von der Schweizerischen Post befördert werden. Politische Hauptziele des Verbandes KEP&Mail bleiben die vollständige Öffnung des Marktes ebenso wie der Zugang  zu Teildienstleistungen wie die gebündelte Aufgabe von Sendungen und die Mitbenutzung der Postfächer.

Präsident Peter Sutterlüti konnte an der dreizehnten Generalversammlung des Verbandes der privaten Postdienstleister KEP&Mail trotz Wettbewerbseinschränkungen eine insgesamt positive Bilanz ziehen. Der Umsatz ist Dank innovativen Lösungen der privaten Anbieter wie flexiblen, Empfänger gerechten Zustellangeboten erneut gewachsen und hat mittlerweile die Milliardengrenze überschritten. Zudem stiessen fünf neue Mitglieder zu KEP&Mail. Der Verband der privaten Postdienstleister umfasst nun dreiundzwanzig Firmen und Organisationen, die neben den traditionellen Transportdienstleistungen auch Informatik basierte Gesamtlösungen anbieten.

Im Hinblick auf den Bericht zur Postmarktöffnung, den der Bundesrat im Herbst dem Parlament vorlegen wird, hat der Verband KEP&Mail in einem Positionspapier die wichtigsten Ergebnisse der bisherigen Teilöffnung aus seiner Sicht zusammengestellt. Er verlangt endlich die vollständige Marktöffnung und gleichlange Spiesse im Wettbewerb. Es lässt sich einfach nachweisen, dass der Wettbewerb innovative Angebote für Kundinnen und Kunden wie flexible Zustellungen gebracht hat. Bei einer Aufhebung des Restbriefmonopols sind zudem niedrigere Preise zu erwarten. Und eine Öffnung der Poststellen sowie neuer elektronisch gesteuerter Zustelleinrichtungen zur Mitbenutzung durch die privaten Postdienstleister bringt auch für die Kunden Vorteile.

Gute Nachrichten gab es für die Mitarbeitenden der privaten Postdiensteiter. Die Verhandlungen für den ersten Gesamtarbeitsvertrag der privaten Postdienstleister mit den Gewerkschaften Syndicom und Transfer sind weit fortgeschritten.

Quelle: www.kepmail.ch

Foto “head”: Lupo – www.pixelio.de

 

Pressemitteilung veröffentlicht am 24.04.2015 in Dies + Das, News (In- und Ausland).