Bildungswesen im Branchenvergleich: fortschrittlichstes Denken, größte Herausforderungen – Ricoh-Studie zum Übergang vom digitalen Wandel zur digitalen Reife

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Das Bildungswesen ist der fortschrittlichste Sektor beim Übergang vom digitalen Wandel zur digitalen Reife. Dies zeigt eine aktuelle Studie[1], die Ricoh Europe bei Coleman Parkes in Auftrag gegeben hat. Die Studie ergab, dass führende Bildungseinrichtungen die digitale Reife im Vergleich zu anderen Branchen häufiger als Schlüsselfaktor betrachten (80 Prozent)[2]. Sie sind darüber hinaus zuversichtlich, die digitale Reife innerhalb der kommenden zwei Jahre erreichen zu können, wobei 34 Prozent der Befragten 2016 als Ziel angaben und 71 Prozent von einem Erreichen bis zum Jahr 2019 ausgehen.

Ihren hohen Stellenwert im Bildungsbereich verdankt die digitale Reife nicht zuletzt ihrem Potenzial, Studenten über attraktivere Online- und Vor-Ort-Lernumgebungen für ein Studium gewinnen zu können. In keinem anderen vertikalen Markt[3] schätzt ein größerer Teil der Befragten (23 Prozent) die digitale Reife als so klaren Wettbewerbsvorteil ein. Als weitere Vorteile werden optimierte Geschäftsprozesse (19 Prozent), einfacherer Zugang zu Informationen (17 Prozent) und schnellere Aufgabenbearbeitung (12 Prozent) genannt.

Die Ergebnisse zeigen aber auch Hürden auf dem Weg zu digitaler Reife auf. Digitale Reife wird dabei als Zustand definiert, bei dem ein Unternehmen fortschrittliche Tools einsetzt, um die Leistung zu steigern und ein fortwährendes Engagement für Technologie, technologiebasierte Initiativen und digital verwaltete Prozesse zu zeigen. Der Bildungssektor sieht sich beim Ausbau digitaler Initiativen mit finanziellen und kulturellen Herausforderungen konfrontiert.

48 Prozent der Teilnehmer gaben Budgetrestriktionen als größte Hürde auf dem Weg zu digitaler Reife an. Diese Angaben bestätigten den Bildungsbereich als Sektor mit den größten Budgetgrenzen, da fortwährend gleichermaßen in Mitarbeiter, Einrichtungen und Technologie investiert werden muss. Der Bericht „OECD Education at a Glance“ aus dem Jahr 2013 zeigte einen Rückgang öffentlicher Ausgaben für Bildungseinrichtungen in mehreren europäischen Ländern, darunter Italien, Portugal, Spanien und das Vereinigte Königreich[4].

In Anbetracht der Bedeutung digitaler Technologien als Wettbewerbsvorteil werden leitende Mitarbeiter im Bildungsbereich in Zukunft wahrscheinlich häufiger mit digitalen Initiativen beauftragt, denn 62 Prozent der Umfrageteilnehmer stufen digitale Reife als wichtige Komponente effizienter Geschäftsprozesse ein. Jedoch gaben im Bildungsbereich nur 71 Prozent der Befragten an, klare Vorstellungen vom Erreichen der digitalen Reife zu haben. Dies ist ein vergleichsweise niedriger Wert, der nur vom öffentlichen Sektor unterboten wird.

Grund dafür könnte sein, dass im Bildungssektor traditionell mehr auf interne Expertise gebaut wird als in anderen Branchen. Teilnehmer aus dem Bildungswesen gaben zudem öfter an, dass die Zusammenarbeit mit einem externen Partner eine Voraussetzung für das Erreichen digitaler Reife sei.

Der Bildungssektor sieht sich darüber hinaus mit dem Problem konfrontiert, Mitarbeiter mit sehr unterschiedlichen technischen Kenntnissen in das digitale Zeitalter zu begleiten und äußert die Notwendigkeit einer klar kommunizierten Vision durch Führungskräfte. Etwa die Hälfte der Befragten (48 Prozent) finden es schwierig, alle Geschäftsabteilungen über die Vorteile digitaler Technologien zu informieren. 43 Prozent empfinden die Anpassung der Arbeitsabläufe an neue Technologien als problematisch.

Carsten Bruhn, Executive Vice President bei Ricoh Europe, sagt: „Die technologisch besser ausgestatteten Lernumgebungen von heute, der rapide Anstieg von Fernlehrangeboten und Massive Open Online Courses (MOOCs) machen deutlich, dass digitale Technologien in Zukunft eine tragende Rolle im Bildungsbereich spielen werden. Die große Frage für Führungspersonen im Bildungswesen lautet: Was bedeutet digitale Reife für meine Institution und wie stelle ich sicher, dass meine Mitarbeiter und Arbeitsabläufe im Einklang mit dieser Vision agieren?“

„Inzwischen sind viele Klassenräume mit interaktiven Whiteboards ausgestattet und die Lernenden verwenden regelmäßig mobile Endgeräte. Bei dieser Entwicklung könnte die digitale Zusammenarbeit in Echtzeit innerhalb der nächsten fünf Jahre zum Standard werden. Digitale Technologien sind aber nicht nur für die Lehre über das Internet und im Klassenzimmer von Bedeutung, sondern auch ein Mittel zur Optimierung von Arbeitsabläufen und zur Erhöhung der Effizienz. Ein robuster digitaler Rahmen und die Unterstützung kompetenter Partner sind essenzielle Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten mit begrenzten Budgets und für die Wettbewerbsfähigkeit in Arbeitsumgebungen, die sich technologisch ständig weiterentwickeln,“ so Bruhn.

Weitere Informationen über die Bedeutung des technologischen Wandels sind unter http://thoughtleadership.ricoh-europe.com/de/ verfügbar.

Quelle: www.ricoh.de

1 Digital Maturity – von Coleman Parkes Research durchgeführte Studie im Juli 2014 2 Teilnehmer, die digitale Reife als Schlüsselfaktor sehen (Finanzsektor: 78 Prozent, Öffentlicher Sektor:   78 Prozent, Gesundheitswesen: 73 Prozent) 3 Teilnehmer, die Wettbewerbsvorteile als wichtigsten Nutzen digitaler Reife erachten (Finanzsektor:   19 Prozent, Öffentlicher Sektor: 6 Prozent, Gesundheitswesen: 17 Prozent) 4 OECD Education at a Glance 2013 [1] Digital Maturity – von Coleman Parkes Research durchgeführte Studie im Juli 2014 [2] Teilnehmer, die digitale Reife als Schlüsselfaktor sehen (Finanzsektor: 78 Prozent, Öffentlicher Sektor:   78 Prozent, Gesundheitswesen: 73 Prozent) [3] Teilnehmer, die Wettbewerbsvorteile als wichtigsten Nutzen digitaler Reife erachten (Finanzsektor: 19 Prozent,   Öffentlicher Sektor: 6 Prozent, Gesundheitswesen: 17 Prozent) [4] OECD Education at a Glance 2013

Foto “head”: Rainer Sturm – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 13.10.2014 in Hardware, News (In- und Ausland).
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