Philatelie: Erfrischend durch den Frühling

DiePost

Die neuste Briefmarkenausgabe der Schweizerischen Post widmet sich erneuerbaren Energien und entführt Briefmarkenfreunde in die luftigen Höhen des Pilatus. Dank traditionellen Musikinstrumenten und Behindertensport kommen auch Musik- und Sportbegeisterte auf ihre Kosten. Ein Schuss heimatliche Kunst und Kultur sowie der Auftritt von drei grossen kleinen Städten runden die Frühlingsausgabe

Im Mai 2011 stellte der Bund mit der «Energiestrategie 2050» die Weichen für den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Verbrauch von fossilen Energien soll minimiert und die Abhängigkeit vom Ausland gesenkt werden. Just drei Jahre nach dieser Weichenstellung widmet die Post dem Thema erneuerbare Energien eine Sondermarke. Denn auch die Post setzt auf nachhaltige Energiequellen. Seit 2008 beschafft sie ihren Strom vollumfänglich aus erneuerbaren Energien, seit 2012 nur noch aus Schweizer Produktion. Bei 5% davon handelt es sich gar um Ökostrom mit dem Zertifikat «naturemade star». Produziert wird dieser Strom von einer Windturbine auf dem Mont Crosin im Jura und von diversen Bauernhöfen, Kleinbetrieben und ökologischen Kleinwasserkraftwerken in der ganzen Schweiz.

Luftige Höhen

Eine weitere Sondermarke hat ebenfalls einiges mit Natur zu tun. Allerdings mehr in touristischer denn in energietechnischer Hinsicht. Die Rede ist von der Pilatus-Zahnradbahn. Am 4. Juni 1889 nahm sie unter Dampf ihren Betrieb auf. Gebaut wurde sie von 600 Mann innerhalb von 400 Tagen – damals zweifellos eine Pioniertat. Die bis heute steilste Zahnradbahn der Welt gilt als Meisterwerk der Ingenieurstechnik. Seit 125 Jahren befördert sie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt in luftige Höhen und offenbart ihnen auf 2132 m. ü. M. ein unvergessliches Panorama auf die Innerschweizer Seen- und Berglandschaft.

Musikalisches Europa

Auf den Sondermarken «Europa» visualisieren die europäischen Postorganisationen dieses Jahr traditionelle Musikinstrumente ihrer Länder. Der Berner Grafiker Marc Weller hat für die Schweizerische Post zwei Sondermarken mit einem Frankaturwert von je 1 Franken gestaltet. Auf der einen Briefmarke reduzierte er das 3,40 Meter lange Alphorn auf ein Briefmarkenformat von 40 × 32,5 Millimetern. Wie kein zweites Instrument widerspiegelt das Alphorn schweizerische Heimatverbundenheit. Die zweite Marke ziert ein ebenfalls als typisch schweizerisch wahrgenommenes Instrument, dessen Wurzeln allerdings im alten Persien liegen: das Hackbrett. Es soll einst von Wandermusikanten in unser Land gebracht worden sein. Eine allererste Erwähnung findet sich bereits 1447 in einem Zürcher Ratsbuch. Die heute bekannteste Art ist das Appenzeller Hackbrett mit seiner Trapezform.

Wertvolles Kulturgut

Heimatliches ist auch auf der neuen Pro-Patria-Briefmarkenserie zu sehen. Die Stiftung Pro Patria hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren die rund 400 Orts- und Regionalmuseen in unserem Land bei der Vermittlung des wertvollen Kulturguts ideell und finanziell zu unterstützen. Die aktuellen Sondermarken mit Verkaufszuschlag zeigen eine Basler Künstlerlarve aus dem Ortsmuseum Binningen, eine Schuluhr aus dem Museum Hôtel-Dieu, Porrentruy, eine mittelalterliche Drehleier aus der Musikinstrumentensammlung Willisau und einen Marseille-Dachziegel aus dem Museo del Malcantone in Curio.

Emotionale Sportveranstaltung

Sportlich zeigt sich die Post mit der Sondermarke «Special Olympics National Games 2014». Die Sondermarke mit einem Frankaturwert von 1 Franken ist der wohl emotionalsten Sportveranstaltung der Schweiz gewidmet. Die Special Olympics National Games finden vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 in Bern statt. Rund 1500 Athletinnen und Athleten mit Behinderung werden in 13 Sportarten gegeneinander antreten. Dabei stehen nicht Leistung und Wettkampf im Vordergrund. Die Freude am Sport, der Mut zum Mitmachen und eine gute Vorbereitung auf den Anlass sind die einzige Voraussetzung, um dabei zu sein.

Die kleinsten Grössten

Seit 2012 bringt die Post jedes Jahr drei Sondermarken zum Thema «Städte der Schweiz» heraus. Die bisher erschienenen Ausgaben 2012 und 2013 gewährten einen nicht ganz alltäglichen Blick auf die sechs grössten Schweizer Städte. Heuer haben die Kleinsten der Grössten ihren grossen Auftritt: St. Gallen, Luzern und Lugano. Zwei Schülerinnen und ein Schüler der Basler Fachklasse für Grafik haben diese Orte aus ihrem Blickwinkel ins Bild gesetzt.

Quelle: www.post.ch

Foto “head”: Gerd Altmann – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 06.05.2014 in Briefdienste, News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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