Ungeliebte Weihnachtsgeschenke: Widerrufsfristen beachten!

– Widerrufsrecht und Rückgaberecht beim Internet-Shopping auf 14 Tage begrenzt
– Verbraucherrechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops gibt Verbrauchertipps

Viele Deutsche ärgern sich jedes Jahr über ihre Geschenke. Um nach Weihnachten nicht auf den Präsenten sitzen zu bleiben, sollten Verbraucher sich deshalb gründlich über Umtauschfristen informieren. Denn für online geshoppte Geschenke gilt: Im Internet gibt es kein generelles Umtauschrecht, jedoch ein 14-tägiges Widerrufs- und Rückgaberecht. Verbraucher sollten daher mit der Rückgabe von vor Weihnachten bestellter Ware nicht lange warten und die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr für den Umtausch nutzen.

Der Verbraucher lag mit dem Geschenk daneben. Wie erhält er in diesem Fall sein gezahltes Geld vom Online-Shop zurück? „Hat der Käufer die Geschenke beim Händler bereits bezahlt, so ist der Shop dazu verpflichtet, die gezahlte Summe innerhalb von 30 Tagen zurückzuerstatten. Voraussetzung: Der Käufer macht innerhalb der ersten 14 Tage von seinem Widerrufs- und/oder Rückgaberecht Gebrauch“, erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops und Experte für Verbraucherrecht.

Das Widerrufs- und Rückgaberecht ist beim Online-Shopping auf 14 Tage befristet. Wann diese Frist beginnt, ist von zwei Faktoren abhängig: Zum einen beginnt sie erst, wenn der Käufer die Ware erhalten hat. „Zum anderen muss der Händler seine Informationspflicht erfüllen, damit die Frist beginnen kann. Das bedeutet, er muss den Verbraucher auf sein Widerrufs- oder Rückgaberecht hinweisen. Das muss per E-Mail, Brief oder Fax erfolgen“, so Dr. Carsten Föhlisch weiter.

Doch wer trägt die Rücksendekosten, wenn der Online-Shopper den Kauf der bestellten und bezahlten Geschenke widerrufen möchte? „In diesem Fall trägt der Verkäufer die Rücksendekosten. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Liegt der Warenwert unter 40 Euro, kann der Verkäufer die Kosten zum Teil auf den Verbraucher abwälzen. Hierfür ist eine entsprechende AGB-Klausel notwendig“, erklärt Dr. Carsten Föhlisch. Hat der Händler dagegen etwas anderes geschickt, als bestellt wurde, muss der Käufer keine Rücksendekosten zahlen.

Quelle: www.trustedshops.de

Foto “head”: S. Hofschlaeger – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 23.12.2011 in Dies + Das, Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.
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