Deutsche Post legt “Printmedien-Entscheider-Panel” vor

– Mehrheit rechnet mit relativ stabilem Werbegeschäft der Printmedien in 2012
– Über 70 Prozent erwarten sinkende Vertriebserlöse
– Weiterhin deutliches Wachstum der Online-Erlös-Anteile der Printmedien

Die Mehrheit der Top-Entscheider der Verlagsbranche geht aktuell von einem in etwa gleichbleibendem Niveau des Werbegeschäfts der Printmedien im nächsten Jahr aus. Bei der von der Deutschen Post in Auftrag gegebenen Umfrage unter 101 Entscheidern der oberen Führungsebenen der Printmedien-Branche rechnen 63 Prozent mit einem stabilen Werbegeschäft in 2012. Jeder Fünfte der Befragten (21 Prozent) ist sogar von einem leicht wachsenden Werbemarkt überzeugt. 16 Prozent gehen allerdings von einem Rückgang aus. Einig sind sich mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent), dass die Online-Werbeerlöse in den nächsten zwei Jahren den Rückgang der klassischen Werbeumsätze nicht kompensieren können.

Skeptisch sind die Printmedien-Entscheider für das künftige Vertriebsgeschäft. Eine große Mehrheit von über 70 Prozent – und damit gut 18 Prozentpunkte mehr als 2009 – der vom Hamburger Marktforschungsinstitut BIK Aschpurwis + Behrens GmbH befragten Top-Entscheider erwartet für 2012 zurückgehende Vertriebserlöse. Gut jeder Fünfte (21,8 Prozent) geht von etwa gleich hohen Erlösen aus. Steigende Vertriebseinnahmen werden lediglich von knapp sieben Prozent erwartet.

Die Entwicklungsmöglichkeiten der Online-Erlöse – für viele das erfolgversprechende Zukunftsgeschäft der Printmedien – werden heute noch etwas positiver beurteilt als vor zwei Jahren. Fast jeder dritte Top-Medien-Entscheider (30,7 Prozent) sieht den Anteil der Online-Erlöse am Verlagsumsatz in 2012 auf einen Wert zwischen 15 und bis 25 Prozent wachsen. Gut jeder Vierte (25,7 Prozent) rechnet sogar mit einem Anteil von 25 Prozent und mehr.

Die Einschätzung der künftigen Zusatzerlöse der Printmedien durch Paid Content fällt dagegen zurückhaltender aus. Drei Viertel der Befragten (2009: 67 Prozent) sind davon überzeugt, dass journalistische Inhalte im Netz auch weiterhin kostenlos bleiben. Von den neuen mobilen Endgeräten versprechen sich acht von zehn Entscheidern deutlich mehr Marktanteile für Paid Content. Fast zwei Drittel beobachten auch bereits eine erfreulich wachsende Akzeptanz der eigenen App-Angebote. Drei Viertel der Entscheider jedoch beklagen eine mangelnde Bereitschaft der Leser, für mobile Inhalte auch zu zahlen.

Überraschend positiv bewerten die Top-Führungskräfte der Printmedien-Branche die Chancen für neue Zeitschriftenkonzepte. 97 Prozent von ihnen sind davon überzeugt, dass neue Zeitschriften mit dem richtigen Konzept nach wie vor Erfolgschancen haben. Nur knapp sechs Prozent sehen den Markt als derart gesättigt an, dass neue Konzepte grundsätzlich keinen Sinn machen.

Für Lutz Glandt, Mitglied des Bereichsvorstandes BRIEF Deutschland der Deutschen Post DHL, ist “der Pragmatismus, mit dem die Top-Entscheider die Chancen der unterschiedlichen Umsatzströme bewerten, ein gutes Signal für das ohne Frage schwierig einzuschätzende kommende Jahr. Besonders erfreulich ist die positive Grundstimmung gegenüber neuen Zeitschriftenkonzepten.”

Weitere Informationen zur Studie sind erhältlich bei PubliKom Kommunikationsberatung GmbH, Joachim Haack, Tel. 040/39 92 72-12, E-Mail: jhaack@publikom.com

Quelle: www.dp-dhl.de

Foto “head”: Rolf Handke – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 08.12.2011 in Briefdienste, Dies + Das, News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
Schlagwörter: ,