Freude bereiten mit der Weihnachtspost – Verpackung ist die halbe Miete

Zu Weihnachten werden Jahr für Jahr mehr Pakete verschickt. Sowohl der Versandhandel als auch der Versand von privat zu privat boomen wie nie zuvor. Damit auch dieses Jahr die Geschenke pünktlich unterm Baum liegen, sollten die Verbraucher die Pakete pünktlich und gut verpackt verschicken.

Leider steigt mit dem Versandvolumen auch die Schadensquote der Sendungen, also das Verhältnis von beauftragten zu beschädigten Sendungen. „Wir bewegen uns in unserem Hause bei der Schadensquote immer noch im niedrigen Promillebereich. Aber jede beschädigte Sendung ist eine zu viel. Gerade wenn es sich um Weihnachtsgeschenke handelt. Deshalb tun wir mit Beilegern, PDF-Anleitungen und Verpackungsvideos unser möglichstes, um den Kunden zu zeigen, wie und warum transportsicher verpackt werden muss.“ sagt Jörg Popow von der Nürnberger iloxx AG.

Der häufig genutzte Schuhkarton ist für den Versand oft ungeeignet. Und eine Transportversicherung ersetzt keine ordentliche Verpackung. Wie bei jeder anderen Versicherung springt sie nur ein, wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass keine Fahrlässigkeit vorliegt.

Ein gutes Beispiel für richtiges Verpacken sind die professionellen Versandhäuser. Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb Elektronikartikel mit Unmengen Styropor und Pappe verpackt werden? Die Versandabteilungen wissen: Der Standardpaketversand ist auf Schnelligkeit und günstige Preise optimiert. Um einen Versand mit Regellaufzeiten von unter zwei Tagen anbieten zu können, muss ein Paket in den Umschlagzentren so schnell wie möglich entladen, sortiert und wieder beladen werden. Das erfolgt weitgehend auch maschinell. Wenn da ein ordentlich verpacktes 30-kg-Paket auf einen zierlichen Schuhkarton trifft, ist es um den Karton schnell geschehen.

Eine „Transportversicherung“ abzuschließen hilft für diese Fälle wenig. Pakete müssen so verpackt sein, dass sie Stürze aus etwa 80 cm Höhe problemlos aushalten. Diesen Kräften sind sie bei jedem Standardversand ausgesetzt. Schützt die Verpackung nicht in diesem Umfang, handelt der Versender fahrlässig und eine Schadensregulierung kann bestenfalls aus Kulanz erfolgen.

Je empfindlicher die Ware, desto besser sollte also verpackt werden. Vollkommen nutzlos sind Hinweis-Aufkleber, wie „hier oben“ oder „Vorsicht zerbrechlich!“. Von den Sortiermaschinen können diese nicht gelesen werden. Und die Paketzusteller können es sich nicht leisten, einzelnen Paketen eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen, wenn der Terminplan eingehalten werden soll.

Kann die Sendung nicht durch eine Verpackung gut genug geschützt werden, und muss auf dem Transportweg besonders sorgfältig behandelt werden, sollte statt des Paketversands ein Express-, Kurier- oder Speditionstransport gebucht werden. Hier lassen sich spezielle Leistungen wie z.B. ein Zwei-Mann-Handling oder eine Direktzustellung zu buchen. Das kostet aber auch den entsprechenden Preis.

Doch, wie verpacke ich nun richtig? Dies hängt in erster Linie von der Ware ab, die versendet werden soll. So muss einem Elektronikartikel beim Einpacken wesentlich mehr Beachtung zugestanden werden, als einer leeren Holzkiste oder einer Kleidersendung. Dabei ist festzuhalten, dass die Verkaufsverpackung niemals als Versandkarton dienen darf, da jene Kartonagen nicht für die Versendung konzipiert wurden. Für eine ordnungsgemäße Sendung werden daher drei grundlegende Bestandteile benötigt: Außenverpackung, Innenverpackung und Füllmaterial. Die Außenverpackung muss bereits die Sendung so gut schützen, dass sie die üblichen, auf dem Transportweg auftretenden Belastungen (Druck, Stöße, Vibrationen, Witterung, Umschlagshandling), ohne Probleme übersteht. Zwei- oder mehrwellige Kartonagen sollten der Standard sein, weshalb minderwertige Außenverpackungen, wie Schuhkartons nicht in Frage kommen. Ist eine geeignete Außenverpackung gefunden, wird der Versandgegenstand mehrfach mit Luftpolsterfolie eingewickelt. Schaumstoff und Styropor-Chips sorgen am Paketboden für die nötige Grundlage. Jetzt kann die Ware in das Paket gegeben und anschließend Polstermaterial zur weiteren Auffüllung des Kartons eingesetzt werden. Jede Seite des Pakets muss hierbei gleichmäßig geschützt sein. Die Ware darf ihrerseits nicht mit dem Kartonrand in Berührung kommen, da bei Stößen die anliegenden Kanten schlichtweg unzureichend gepolstert sind und die Ware Beschädigungen erleiden kann. Vor dem Verschließen ist darauf zu achten, dass sich der Versandartikel im Karton nicht mehr bewegen kann, da Hohlräume in nicht vollständig ausgefüllten Paketen zu Instabilität führen und bei Belastung einknicken. Erst wenn keine Bewegung im Inneren des Kartons auszumachen ist, hat das Füllmaterial seine Schuldigkeit getan. Jedoch muss auch bei Letzterem darauf geachtet werden, dass das richtige Polstermaterial verwendet wird. So verdichtet sich beispielsweise handgeknülltes Zeitungspapier im Transportverlauf nach und nach und gibt so der Sendung ungewollt Spiel. Auch Papier, das zwar vor Zerkratzen der Ware schützt, aber keinerlei stoßabsorbierende Wirkung hat, ist ungeeignet. Wie bereits erwähnt bieten sich Verpackungschips, zusätzliche Luftpolsterfolie und Schaumstoffe an.

Zuletzt wird das Paket oder Päckchen mit professionellem Klebeband versiegelt. Bei minderwertigen Klebebändern kann es passieren, dass diese sich mit der Zeit von der Kartonage lösen oder gar aufreißen. Auch hier darf nicht am falschen Ende gespart werden. Das Paketklebeband ist zwei- bis dreimal längs und quer aufzubringen. Kreppbänder, wie sie beim Streichen von Wänden verwendet werden, oder Paketschnüre aus vergangenen Tagen, sind schon lange nicht mehr ausreichend. Sowohl Kreppbänder als auch Paketschnüre lösen sich viel zu leicht und können dazu führen, dass die Sendung nicht mehr als transportbandfähig akzeptiert wird. Gut sichtbar ist nun noch der Versandschein auf der größten Fläche der Sendung anzubringen, damit eine schnelle Identifikation der Sendung gewährleistet ist. Es ist zudem darauf zu achten, dass alte Labels oder Aufkleber entfernt werden, da es hier in der maschinellen Paketsortierung zu fehlerhaften Zustellungen kommen könnte.

Rechtzeitig versenden.

Die Weihnachtswoche stellt jeden Paketdienst vor fast unlösbare Aufgaben. In dieser einen Woche sind so viele Sendungen umzuschlagen wie unterjährig in Monaten nicht. Um das Sendungsaufkommen auch tatsächlich stemmen zu können, sind einige Paketdienste sogar dazu übergegangen, die Innendienstmitarbeiter als Fahrer einzusetzen.

Jörg Popow vom Versandvermittler iloxx AG: „Wir wissen um die Problematik. Die veröffentlichten Termine, bis wann die Weihnachtsgeschenke spätestens verschickt werden sollten, um auch pünktlich anzukommen, gelten natürlich nur, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Erinnern Sie sich an letztes Jahr: Anders als heuer sind wir den ganzen Dezember hindurch deutschlandweit im Schnee versunken. Da kam es dann leider vor, dass einige Geschenke nicht am 24. Dezember da waren. Die großen Paketdienste haben sich aber trotzdem alle Beine ausgerissen und sogar während der Feiertage – häufig mit Innendienstmitarbeitern als Personal – zugestellt. Die Päckchen an die Lieben ein paar Tage vor dem letztmöglichen Termin abzuschicken kann nicht schaden. Wer weiß schon, wann der Winter dieses Jahr einsetzt.“

Da es doch einmal unvorhersehbar zu Lieferungen „in letzter Sekunde“ kommen kann, sind an dieser Stelle die letztmöglichen Termine aufgeführt, die eine Anlieferung zum 24. Dezember garantieren. Da der Heilige Abend heuer auf einen Samstag fällt, Standard-Versendungen über iloxx aber ausschließlich an Werktagen bewältigt werden, endet am 23. Dezember um 17:00 Uhr das Zustellzeitfenster für Sendungen, die für wenig Geld das Ziel verfolgen, am Weihnachtsabend geöffnet zu werden. Für Standardsendungen, die innerhalb von ein bis zwei Werktagen beim Versender abgeholt werden gilt daher: Der Auftragsstart sollte spätestens am Montag vor 17:00 Uhr erfolgen, so dass die Ware am Dienstag oder Mittwoch zwischen 09:00 und 17:00 Uhr abgeholt werden kann. Dadurch erfolgt eine garantierte Zustellung innerhalb der nächsten beiden Werktage, sprich am Donnerstag oder Freitag. Expresssendungen können bis Donnerstag, 22. Dezember, 12:00 Uhr, gestartet werden, da hier die Abholung am gleichen Werktag zwischen 13:00 und 17:00 Uhr erfolgt. Die Zustellung der Ware geschieht hier am nächsten Werktag, am Freitag, den 23. Dezember, bis spätestens 17:00 Uhr abends. Für Kurzentschlossene und „Last-Minute-Schenkende“ hält iloxx eine Samstagszustellung parat. Am Freitag, 23. Dezember, kann hierbei ganztags zwischen 09:00 und 19:00 Uhr ein 2-Stunden-Zeitfenster ausgewählt werden, an dem die Ware abgeholt wird. Wen also am Freitagnachmittag noch ein kurzfristiger Einfall kommt, wählt den iloxx-Express mit Samstagszustellung und lässt sein Paket beispielsweise zwischen 17:00 und 19:00 Uhr an der eigenen Haustür abholen. Am Samstag, Tag des Weihnachtsfestes, gelangt die Sendung dann bis spätestens 12:00 Uhr an die gewünschte Adresse.

Quelle: www.iloxx.de

Foto “head”: Gerd Altmann – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 07.12.2011 in Paketdienste / Expressdienste.
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