Wachstum bei britischen Exporteuren hält an, jedoch mit geringerer Geschwindigkeit

– Exportunternehmen halten sich aufgrund der wirtschaftlichen Aussichten bei Einstellungen zurück

Der zweite DHL/BCC Trade Confidence Index, eine neue Methode zur Messung der Exportwirtschaft in Großbritannien, zeigt, dass das Wachstum bei britischen Exporteuren zwar anhält, es sich aber im letzten Quartal verlangsamt hat. Der Index, beruht auf einer Umfrage unter mehr als tausend Exporteuren und einer Analyse von Export-Dokumenten (obligatorisch für alle britischen Unternehmen, die Waren außerhalb der EU exportieren).

– Die Daten von Handelsdokumenten für britische Warenexporte zeigen für das dritte Quartal 2011 mit einem Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahr und 3 % gegenüber dem 2. Quartal, dass das Wachstum bei Warenexporten weiterhin anhält.

– Allerdings belegen die Umfrageergebnisse, dass die Unternehmen weniger Exportaufträge als Exportumsätze verzeichneten, was auf eine Verlangsamung des Exportwachstums für dieses Jahr hinweist: Fast ein Viertel der Unternehmen (24 %) verzeichnete einen Rückgang der Exportaufträge (gestiegen von 22 % im zweiten Quartal und 12 % im ersten Quartal) und nur 35 % der Unternehmen berichten von gestiegenen Auftragseingängen (der insgesamt niedrigste Stand seit dem 3. Quartal 2009).

– Mehr als die Hälfte der Exporteure sind der Ansicht, dass ihre Umsätze und Erträge in den nächsten zwölf Monaten steigen werden, obwohl die Zahlen in diesem Quartal leicht gesunken sind. 55 % der Unternehmen glauben, dass der Umsatz steigen wird (gegenüber 58 % im zweiten Quartal) und 16 % meinen, der Umsatz wird zurück gehen (gestiegen von 12 %). Das Vertrauen auf eine Ertragssteigerung sank bei den Exporteuren leicht auf 48 % (gegenüber 50 %), während 24 % (gegenüber 22%) glauben, die Rentabilität werde sich verschlechtern.

– Die anhaltende Unsicherheit über eine Lösung der Euro-Schuldenkrise und die schwache wirtschaftliche Erholung in Großbritannien zeichnen sich bei den britischen Exporteuren in einer Zurückhaltung bei Personaleinstellungen aus. Die Pläne der exportierenden Unternehmen, im kommenden Quartal mehr Personal einzustellen, sind nicht mehr aktuell. Ein Fünftel (19 %) der Exporteure erwarten, dass ihre Belegschaft sich verkleinern wird, der höchste Stand seit dem dritten Quartal 2010.

Zu den Ergebnissen des Index sagte Phil Couchman, CEO von DHL Express UK und Irland: “Die Ergebnisse des zweiten DHL/BCC Trade Confidence Index 2011 unterstreichen, dass wir die zukünftigen Herausforderungen der Exporteure nicht unterschätzen dürfen, insbesondere im Hinblick auf die ernsten Probleme der Eurozone, die ein wichtiger Handelspartner für kleine Unternehmen in Großbritannien bleibt. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, um diejenigen zu unterstützen, die Märkte in Übersee anvisieren – vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die weniger als ihre größeren Kontrahenten in der Lage sind, sich den Konjunkturtrends anzupassen. Jetzt ist die Zeit für Unternehmen gekommen, international zu expandieren. Mit unserer kollektiven Unterstützung können wir KMU helfen, die globalen Möglichkeiten zu nutzen, die sich ihnen eröffnen, und im Gegenzug die Wirtschaft des Landes auszugleichen.”

John Longworth, Generaldirektor der britischen Wirtschaftskammer, sagte: “Die britischen Exporteure zeigen gute Leistungen und die Ergebnisse des Trade Confidence Index belegen, dass sich der Wachstumstrend bei den Exporten fortsetzt. Gleichwohl bedeutet die Unsicherheit bei der Erholung Großbritanniens in Kombination mit der Eurokrise, dass sich das Wachstum im letzten Quartal verlangsamt hat. Die Auftragseingänge sind geringer, das Vertrauen in steigende Umsätze geschwächt und der Wunsch der Exporteure, die Belegschaften zu erweitern, ist verstummt.

Es gibt einige großartige Beispiele für britische KMU, die Waren und Dienstleistungen rund um den Globus exportieren, jedoch brauchen wir mehr von ihnen, und das hängt von einer besseren Unterstützung und Handelsfinanzierung ab. Wenn wir die Neubalancierung der Wirtschaft, die wir für die Erholung benötigen, ins Auge fassen, müssen britische Unternehmen ermutigt werden, Risiken einzugehen und sich neue Märkte, vor allem außerhalb Europas, zu erschließen. Der Kanzler muss in seinem Herbstbericht bei den Exporteuren Vertrauen wecken und diejenigen ermutigen, die zum ersten Mal den Sprung in den Außenhandel wagen.”

Quelle: www.dp-dhl.de

Foto: Oliver Haja – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 11.11.2011 in News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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