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Club of Logistics kritisiert Verteufelung des Onlinehandels – Peter Voß, Geschäftsführer des Club of Logistics, bescheinigt den Kritikern der Internetwirtschaft kurzsichtiges Denken

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Die besonders in öffentlichkeitswirksamen TV-Talkshows geäußerte Fundamentalkritik am Geschäftsmodell Onlinehandel stößt beim Club of Logistics auf massiven Widerspruch. Hier werde ein höchst populärer Wirtschaftszweig mit antiquierter Tante-Emma-Romantik abgekanzelt, meint Club-Sprecher Peter Voß.

Grund für die Stellungnahme des Geschäftsführers der Vereinigung Club of Logistics, die die Interessen der Logistikindustrie in Politik und Gesellschaft vertritt, ist die gehäufte öffentliche Kritik am Online-Versandhandel, die jüngst besonders in Fernsehdiskussionen zum Thema Amazon, Zalando & Co. erhoben wurde.

„Der Online-Handel ist als Wirtschaftsfaktor unverzichtbar geworden.“, so Peter Voß in seiner Stellungnahme. „Geschätzte 33,5 Milliarden Euro beträgt der Umsatz der Branche voraussichtlich in diesem Jahr. Das zeigt: Im Internet bestellen ist so beliebt wie nie zuvor. Umso unverständlicher ist die oft weit überzogene Fundamentalkritik an dem Geschäftsmodell, die derzeit ebenfalls Hochkonjunktur hat.

Anlass für die Angriffe sind Vorwürfe gegen einige Online-Handelsplattformen bezüglich deren Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Unabhängig von der Frage, wie berechtigt diese Anschuldigungen im Einzelfall sind, ist es bestürzend, mit welchen Argumenten im Gefolge dieser Debatte der Internet-Versandhandel an sich verteufelt wird. Der Journalist Günter Wallraff sieht einen Schaden „für alle“, etwa weil „unsere Innenstädte veröden“. Sein Kollege Ranga Yogeshwar wendet sich dagegen, den Einkauf auf „schnell billig irgendwo kaufen“ zu reduzieren und vermisst im Internet das „Miteinander-Reden und die Beratung der Buchhändlerin sowie für die Kinder die Wurst beim Metzger und Kleinigkeiten zu essen beim Bäcker. Wörtlich: „Einkaufen kann viel netter sein als nur ein Bildschirm.“

Der Frontalangriff auf den Onlinehandel ist eine Herabsetzung der Millionen von Kunden, die in der Internetwirtschaft eine Möglichkeit sehen, Zeit und Geld zu sparen. Die wenigsten von ihnen geben deswegen den Einkauf im Einzelhandel auf, sie schätzen bei bestimmten Produkten persönliche Beratung und kommunikative Atmosphäre. Die Vorteile des Interneteinkaufs möchten sie aber ebenfalls nutzen. Appelle im Geist der Biedermeieridylle, wie die geschenkte Wurst beim Metzger und die freundliche Bedienung beim Bäcker gehen völlig ins Leere. Es geht nicht um die Wurst und das Brötchen, sondern um eine Vielzahl von Waren, die Menschen mit wenig Zeit schnell und günstig erwerben wollen, vom Buch über Schuhe bis hin zu elektronischen Produkten. Und es geht darum, in einer freien Marktwirtschaft den Menschen Alternativen anzubieten.

Die Kritiker missachten oder verachten derartige Bedürfnisse und streben eine Umerziehung der Kunden nach ihren Vorstellungen an. Statt Wahlfreiheit für alle soll ihnen eine politisch korrekte Einkaufskultur aufgezwungen werden. Dabei ist der Onlinehandel nichts anderes als eine elektronische Form des seit vielen Jahrzehnten als selbstverständliche Alternative akzeptierten Versandhandels von Neckermann, Otto, Quelle & Co., auf den etwa in den 1960er Jahren rund fünf Prozent des Einzelhandelsumsatzes entfielen – ohne dass deswegen die Innenstädte verödeten.

Das Arbeiten in den Lagern der Versandhäuser war auch damals kein Kindergeburtstag, bot aber vielen Menschen mit geringem Ausbildungsstand eine willkommene Einkommensquelle. Das ist heute nicht anders. Und schwere und eintönige Arbeiten werden ohnehin künftig von Kollege Roboter übernommen.

Die Internetwirtschaft sichert Arbeitsplätze und ist ein wichtiges Element moderner Einkaufsoptionen. Zudem trägt sie zur Verbesserung des Marktangebots bei: Der Einzelhandel muss reagieren und sich genau auf die Stärken konzentrieren, mit denen er gegenüber der elektronischen Konkurrenz punkten kann: Beratungsqualität und individuelle Kommunikation. Allen Anschuldigungen zum Trotz: Der Onlinehandel müsste erfunden werden, wenn es ihn nicht schon gäbe, und er wird der rückwärtsgewandten Kritik standhalten, weil König Kunde zum Glück ein freier Mensch ist. Gängelung und besserwisserische Volkserziehung sind nichts als Vorstufen zur Planwirtschaft. Der Verdacht ist vielleicht nicht ganz unbegründet, dass so mancher der eifernden Kritiker der Onlinewirtschaft genau diese anstreben.“

Quelle: www.club-of-logistics.de

Foto „head“: Gerd Altmann – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 17.12.2013 in Dies + Das, News (In- und Ausland).
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