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Marketing mitverantwortlich für Spam-Rekordhoch – McAfee Labs: Professionelle Spammer sollen Reichweite für Consumer-Marken steigern

 

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Im dritten Quartal 2013 erreichte das weltweite Volumen von Spam-Mails fast vier Billionen Nachrichten. Gegenüber April, Mai und Juni ist das ein Plus von 125 Prozent und damit ein neues Rekordhoch. Zu diesem Ergebnis kommt McAfee in seinem aktuellen „Threats Report“. Verantwortlich für diesen enormen Anstieg sind laut den Forschern der McAfee Labs professionelle Spammer, die von eigentlich seriösen Unternehmen beauftragt werden. Mit der Hilfe solcher sogenannten „Snowshow-Spammer“ versuchen diese Unternehmen, die Reichweite und Antwortquote von Mailing-Kampagnen für ihre eigenen Kunden zu steigern. Häufig sind sie auf Marketing für Endverbraucherprodukte spezialisiert, damit werden auch die Produkthersteller mit ihren Marken unfreiwillig Teil des Phänomens.

„Wer solche Dienste nutzt, gibt sich große Mühe, nicht zurückverfolgt werden zu können“, erklärt Toralv Dirro, EMEA-Sicherheitsstratege bei McAfee Labs. „Aber wir wissen, dass viele sehr große und bekannte Firmen Kunden von Marketing-Dienstleistern sind, die auf Spam zurückgreifen.“ Die Spammer nutzen für ihre Mailinglisten oft E-Mail-Adressen aus kompromittierten Adressbüchern oder gehackten Nutzerkonten von Onlinediensten.

Mailing-Kampagnen mit 75.000 Nachrichten pro Minute

Die von ihren Auftraggebern gewünschte Reichweite erzielen Snowshoe-Spammer, in dem sie mit wechselnden IP-Adressen Spam-Filter umgehen. Dem möglichst breit gestreuten Versand über viele Rechner und IP-Adressen verdankt die Methode ihren Namen. Als sie vor einigen Jahren erstmals aufkam, mussten die Spammer dazu noch ganze Rechner-Netze von Webhosting-Anbietern mieten. Jetzt gehen die IP-Adressen erst ans Netz, wenn die Kampagne beginnt. Nach Abschluss werden sie wieder abgeschaltet und durch IP-Adressen in anderen Regionen mit anderen E-Mail-Absendern ersetzt. Mit 75.000 versendeten E-Mails pro Minute dauern die Spam-Kampagnen selten länger als eine Stunde. Durch diesen Ausstoß hat sich das Spam-Volumen gegenüber dem Durchschnitt 2012 in nur einem Quartal fast vervierfacht.

Falscher Opt-in-Vermerk verwischt Spuren

Adresslisten werden über verschiedene Kanäle vertrieben. „Viele stammen von Webseiten wie freelancer.com, auf der Malware-Autoren Adressen aus privaten Adressbüchern verkaufen können“, erläutert Dirro. Einige Verkäufer geben sich als Affiliate-Marketing-Spezialisten aus. In den Listen wird den E-Mail-Adressen oft kurzerhand ein Opt-in-Vermerk hinzugefügt, der das Einverständnis für den Erhalt von Werbung regelt. Ob der Eigentümer der jeweiligen E-Mail-Adresse tatsächlich jemals Werbe-E-Mails zugestimmt hat, ist kaum zu überprüfen. Damit ist der Vermerk für Dirro nur eine fadenscheinige Absicherung für die Käufer der Listen und die Auftraggeber der Spammer: „Das glaubt niemand wirklich.“

Quelle: www.mcafee.com

Foto „head“: Rainer Sturm – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 11.12.2013 in Elektronische Post, IT, News (In- und Ausland), Software, Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.
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