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Für mehr Wettbewerb auf der Schiene: Club of Logistics mahnt die Verselbständigung des Bahnnetzes an

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Als Anfang der 90er Jahre der Schienengüterverkehr für private Investoren und Betreiber frei gegeben wurde, geschah das mit dem politischen Ziel, mehr Güter auf die Schiene zu locken. In der Folgezeit wurden private Eisenbahngesellschaften gegründet, die Marktanteile im Teilladungsverkehr zulasten der staatlichen Güterbahnen Europas gewinnen konnten. Knapp eineinhalb Jahrzehnte später haben die Staatsbahnen verlorene Märkte zurück erobert – durch Aufkäufe der privaten Wettbewerber. Diese Entwicklung sieht der Club of Logistics (Dortmund) mit Besorgnis. Der Vorsitzende Arnold Schroven mahnt eine Verselbständigung des Schienennetzes zur Wiederbelebung des Wettbewerbs  an.

„Private Güterbahnen spielen heute nur eine kleine Rolle im Konzert der Anbieter, und das in der Regel auf lokaler und regionaler Ebene. Im Fernverkehr ist die private Güterbahn derzeit ohne Bedeutung“, so Arnold Schrovens nüchterne Analyse. Mit einem Blick auf die Marktdaten ergänzt Peter H. Voß, Geschäftsführer des Clubs of Logistics: „Der Schienengüterverkehr in Deutschland verfügt über einen 25-prozentigen Marktanteil. Das ist gegenüber 1994, dem Urknall der Liberalisierung, eine Steigerung, denn damals waren gerade einmal 15 Prozent der Güter auf der Schiene unterwegs. Trotzdem ist das zu wenig.“

Die Privatisierung der Bahn habe zwar im Personenverkehr einiges bewegt, vor allem im Nahverkehr, obwohl auch dort Töchter der Staatsbahnen die größte Rolle spielen. Im Güterverkehr sei hingegen zu wenig passiert, um dem zunehmend leistungsfähiger und preiswerter operierenden LKW Paroli bieten zu können, so Schroven und Voß. Die Güterbahn und Kombiterminals wurden kaum modernisiert.

Dabei waren die um das Jahr 2000 gestarteten privaten Güterbahnen mit ihren Konzepten zunächst erfolgreich – trotz der oft diskutierten Benachteiligung bei der Trassenvergabe. „Die privaten Betreiber haben gedacht wie Spediteure, nicht wie Eisenbahner“, erklärt Arnold Schroven. Zu den Innovationen zählten damals einfache Dinge wie die Wartung von Lokomotiven und Waggons durch mobile Einsatzkräfte sowie die Etablierung eines Leasing- und Mietmarkts für Lokomotiven. „Einige Private waren so erfolgreich, dass sie die Begehrlichkeiten der Staatsbetriebe weckten“, so Arnold Schroven. Das Ergebnis ist bekannt. Der private Sektor wurde zum Teil aufgekauft und ist heute wieder Teil der Staatsbahnen.

Deshalb mahnt der Club of Logistics Veränderungsbedarf an, um die Weichen noch einmal in Richtung mehr Wettbewerb zu stellen. Vor allem die Verselbständigung des Schiennetzes sei ein wichtiger Hebel. Die DB-Logistiktöchter könnten dann nämlich nicht mehr mit Finanzmitteln, die für die Netzpflege und den Netzausbau vom Bund zur Verfügung gestellt werden, gestützt werden. Sie müssten vielmehr mittel- und langfristig ihr Geld selbst verdienen. „Außerdem wird eine Netzprivatisierung Investoren anlocken, die in dem Ausbau der Schieneninfrastruktur ein Geschäft sehen. Das Beispiel Großbritannien zeigt, wie es funktioniert“, weiß Peter H. Voß.

Ob Privat- oder Staatsbahn: Beide sind nach Einschätzung des Clubs of Logistics durchaus in der Lage, gegenüber dem LKW etwas Boden gutmachen zu können. „Dazu gehören moderne Technologien im Schiengüterverkehr und attraktive Angebote im Wagenladungsverkehr. Dort spielt sich der Wettbewerb mit der Straße ab, nicht im Ganzzugverkehr“, weiß Arnold Schroven. Nachhaltiges Wachstum auf der Schiene sieht der Club of Logistics außerdem im kombinierten Verkehr

Quelle: www.club-of-logistics.de

Foto „head“: Verena N. – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 08.10.2013 in Dies + Das, News (In- und Ausland).
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