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Club of Logistics schlägt Alarm: Keine lebenswerten Städte ohne moderne City-Logistik!

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Der boomende Distanzhandel hat zu einem sprunghaften Anstieg des innerstädtischen Verkehrs geführt. Verstopfte Straßen, Luftverschmutzung und Lärmbelästigung sind die unangenehmen Folgen. Der Club of Logistics e.V (Dortmund) fordert deshalb die Logistikindustrie auf, mit effizienten Konzepten zur Entlastung der Innenstädte beizutragen.

Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Derzeit sind es rund 51 Prozent. Mit dieser Entwicklung einher geht die rasante Zunahme des Güterverkehrsaufkommens. Peter Voß, Geschäftsführer des Clubs of Logistics, nennt Zahlen: „Aktuell stellt allein die Versorgung der fast zwei Milliarden Menschen in den 800 größten Ballungsgebieten der Welt ein Logistikumsatzpotenzial von 66 Milliarden Euro dar. Bei derzeitiger Praxis werden 2020 rund eine Million zusätzlicher LKW in großen Städten unterwegs sein.“

In deutschen Kommunen finden etwa 160.000 Auslieferungstouren pro Tag statt. „Die Fahrzeuge machen zwar nur 20 bis 30 Prozent des Stadtverkehrs aus, sorgen aber zu Stoßzeiten immer noch für etwa 80 Prozent der innerstädtischen Staus“, so Voß. Hinzu komme, dass die meisten LKW auf der „letzten Meile“ in der Stadt im Schnitt nur zur Hälfte beladen seien. „Einrichtungen wie Hotels, Krankenhäuser oder Einkaufszentren werden so jeden Tag von vielen, teils halbleeren Transportern angefahren, was zu überfüllten Laderampen und lästigen Staus führt“, ergänzt der Club-Geschäftsführer.

Nach den Zielen der EU-Kommission soll der innerstädtische Verkehr in Europa bis 2050 komplett CO2-neutral werden. Erste Städte haben bereits gehandelt: In Stockholm gibt es schon heute strenge Auslastungsvorschriften für Frachtverkehre. Die Stockholmer Verantwortlichen haben erkannt, dass die Innerstädtischen Verkehrswege sich aus Platz- und Kostengründen häufig nicht ausbauen lassen und deshalb die Logistikdienstleister in die Pflicht genommen werden müssen. Mit Erfolg.

„Neue, ressourcenschonende und effektive Logistikkonzepte für die letzte Meile sind absolut unverzichtbar“, erklärt Peter Voß. Das erfordere gezielte Kooperationen von Logistikern und öffentlicher Hand. Lösungen wie die Ladungsvorkonsolidierung in Konsolidierungszentren auf der grünen Wiese werden bereits praktiziert, genau wie der Transport mehrerer Warengruppen pro LKW sowie die Verbringung der Ladung in die Innenstadt mit voll ausgelasteten Fahrzeugen. Voß: „Aufgrund  kurzer Auslieferungsstrecken und Shuttle-artiger Verkehre können zudem umweltfreundliche E-Fahrzeuge eingesetzt werden.“

Denkbar ist für Voß auch die konsolidierte, sortenreine Sammlung und Abführung von Abfällen und Wertstoffen. „Erste Konzepte liegen vor, in denen beispielsweise Einzelhandelsabfälle eingesammelt und anschließend verwertet werden. Die Aufbereitung und Nutzung von Wertstoffen verwandelt Kosten in Umsätze: Ein durchschnittlicher Supermarkt produziert 300 Tonnen Abfall pro Jahr, die nach Aussortierung verwertbarer Anteile und Verbrennung der Restmengen auf einen Stromwert von derzeit rund 25.000 Euro kommen.“

Um den Erfolg der Konzepte sicherzustellen, müssen die Städte Rahmenbedingungen schaffen und Flächen für die Konsolidierungszentren zur Verfügung stellen. „Die Logistikdienstleister müssen umdenken, an die Städte herantreten und in Kooperation Lösungen für eine effiziente, klimaschonende innerstädtische Güterauslieferung entwickeln“, fordert Voß. Entsprechende Konzepte haben das Potenzial einer 30- bis 40-prozentigen Reduzierung der CO2-Belastung. Peter H. Voß: „Für Logistikdienstleister entsteht darüber hinaus ein ganz neuer Markt mit interessantem Umsatzpotenzial. Berechnungen gehen von zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 24 Milliarden Euro pro Jahr aus.“

Quelle: www.club-of-logistics.de

Foto „head“: Lupo – www.pixeli0.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 20.09.2013 in Dies + Das, News (In- und Ausland).
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