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Agenda 2020 – Europas Weg zum e-Invoicing

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Die digitale Industrie wächst siebenmal so schnell wie der Rest der Wirtschaft. Das hat die Europäische Union zum Anlass genommen, eine digitale Agenda für Europa auf den Weg zu bringen. Die Agenda besteht aus sieben Säulen, welche die europäische Wirtschaft durch Digitalisierung effizienter und wettbewerbsfähiger machen sollen. Das Ziel ist es, europäischen Bürgern und Unternehmen zu helfen, das volle Potenzial neuer Technologien auszuschöpfen und zu nutzen.

crossinx Infografik

Durch die Umsetzung aller geplanten Maßnahmen der Europäischen Union im digitalen Bereich, könnte das Bruttoinlandsprodukt in den nächsten acht Jahren um fünf Prozent steigen. Das sind umgerechnet 1.500 € pro EU-Bürger. Außerdem könnten durch die Schaffung einer neuen digitalen Infrastruktur circa 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Digitalisierte Rechnungen vorantreiben

Ein wichtiger Bereich, Unternehmen effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen, ist das e-Invoicing, die digitale Verarbeitung und Versendung von Rechnungen. Es fällt in der Agenda unter die zweite Säule, die mit „Interoperabilität und Standards“ überschrieben ist. Hierbei geht es vor allem um die Vereinfachung des Austauschs von Finanzdokumenten über die Landesgrenzen hinweg und die Einführung nötiger Standardisierung.

Bisher haben bereits einige nordeuropäische Länder Gesetze verabschiedet, die eine vollständige Implementierung elektronischer Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor begünstigt haben. Ohne die Schaffung einer EU-Norm bleibt jedoch das Risiko bestehen, dass die elektronischen Rechnungen in anderen Mitgliedstaaten nicht akzeptiert werden. Auch in Deutschland gibt es Verbände und Initiativen wie das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) und den Verband elektronische Rechnung (VeR), deren Ziel es ist, eine Digitalisierung der Rechnungsstellung voranzutreiben.

Pilotprojekte als Anstoß für weitere Digitalisierungsmaßnahmen

Die EU hat vier Prioritäten für das e-Invoicing ausgegeben, die dazu beitragen sollen, die flächendeckende Akzeptanz elektronischer Rechnungen zu fördern. Zum Einen sollen rechtliche Grundlagen geschaffen werden, die der Absicherung der Unternehmen, die auf elektronische Rechnungsstellung umsatteln, dienen. Zum Anderen soll e-Invoicing auch für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv gemacht werden, sodass der komplette Markt abgedeckt werden kann.

Des Weiteren soll eine jeweils maximale Reichweite von Geschäftspartnern erreicht werden, die gegenseitig Rechnungen austauschen. Schließlich soll ein gemeinsamer Standard für e-Invoicing gefördert werden, um die Akzeptanz der Unternehmen zu steigern und die elektronische Rechnungsstellung zu vereinfachen. Allen diesen Dingen unterstehen spezifische Aktionen, die zur Implementierung des e-Invoicing bei den Unternehmen beitragen sollen.

Hierzulande geht das Bundesministerium des Innern (BMI) aktuell in Pilotprojekten mit gutem Beispiel voran: So digitalisiert beispielsweise crossinx den Rechnungseingang des Technischen Hilfswerks (THW). crossinx erfasst in dem Projekt formatunabhängig die Eingangsrechnungen des THW. Diese werden digital über eine zentrale Schnittstelle zur Weiterverarbeitung in die Warenwirtschafts-, Archiv- und Workflowsysteme des Hilfswerks übermittelt. Ziel des BMI ist es, Verwaltungen eine Richtung vorzugeben, wie sie die Digitalisierung der Rechnungsprozesse umsetzen können.

Gewaltige Einsparungen in sämtlichen Branchen

Nach Angaben der EU können durch das e-Invoicing jährlich bis zu 243 Milliarden Euro eingespart werden. Dies ist mit einer Kostenersparnis von bis zu 23€ pro Rechnung verbunden. Sowohl die Kosten- als auch die Zeitersparnis in der gesamten Financial Supply Chain bei der Umstellung von Papierrechnungen auf elektronische Rechnungen ist also enorm. Dadurch wird die Effizienz der einzelnen Unternehmen gesteigert, wodurch die gesamte europäische Wirtschaft profitiert.

Durch e-Invoicing verringert sich außerdem die Komplexität des gesamten Vorgangs von der Erstellung über die Versendung und Bearbeitung einer Rechnung. Ein weiterer Vorteil elektronischer Rechnungen, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die geringere Umweltbelastung, da der Verbrauch von Papier für das Drucken der Rechnungen stark sinken würde.

Im Bereich des e-Invoicing steckt also großes Potenzial die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu gestalten. Besonders im öffentlichen Sektor wird großes Einsparungspotenzial gesehen, da dieser einer der wichtigsten im Bezug auf das Rechnungsvolumen ist. Für die einzelnen Unternehmen bedeutet e-Invoicing vor allem finanzielle Einsparungen durch die geringeren Kosten, die mit elektronischen Rechnungen verbunden sind, und Zeitersparnis durch eine verringerte Komplexität der Prozesse. Einige Unternehmen haben dieses Potenzial bereits erkannt, jedoch ist der e-Rechnungs-Anteil von 5-10 Prozent noch zu gering. Die Maßnahmen der EU sollen dies nun ändern.

crossinx_Marcus Laube

Foto: Gründer und Geschäftsführer crossinx GmbH

Quelle / Autor: Marcus Laube, Gründer und Geschäftsführer crossinx GmbH / www.crossinx.de

Foto „head“: Wilhelmine Wulff – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 06.09.2013 in Elektronische Post, News (In- und Ausland), Sonstige Produkte / Services / Dienstleistungen.
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