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Button-Lösung: Schutz für Verbraucher vor Abzocke im Internet

• 5,4 Millionen Internetnutzer sind in den vergangenen zwei Jahren in Abofallen getappt
• Verbraucherrechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch klärt auf, wie Verbraucher künftig besser vor Abofallen im Internet geschützt werden

Allein in den letzten zwei Jahren sind 5,4 Millionen Internetnutzer Opfer einer Abofalle geworden, wie eine Erhebung des Sozialforschungsinstituts infas 2011 ergab. Um Verbraucher künftig besser vor solchen Online-Fallen zu schützen, tritt ab dem 1. August 2012 ein neues Gesetz in Kraft. Viele Internetnutzer merken bei einer Bestellung oder einem Download zunächst nicht, dass sie in eine Abofalle tappen. Dafür gibt es künftig eine Lösung: Verbraucher müssen direkt vor dem Bestellen oder dem Herunterladen über die gesamten Kosten informiert werden. Anschließend werden die Kosten mit dem Button „kostenpflichtig bestellen“ bestätigt. Dr. Carsten Föhlisch, Experte für Verbraucherrecht und Leiter der Rechtsabteilung von Europas führendem Online-Gütesiegel Trusted Shops, erklärt, was sich hinter der sogenannten Button-Lösung verbirgt.

1.    Woran erkennen Verbraucher Abofallen?

Dr. Carsten Föhlisch: Das ist gerade das Problem an Abofallen: Man erkennt sie meist erst, wenn es zu spät ist. Der Verbraucher denkt, er registriert sich kostenlos in einem Portal für Downloads oder Kochrezepte und erhält erst danach die Information, dass er damit einen kostenpflichtigen Zweijahresvertrag geschlossen haben soll.

2.    Wie schützt die neue Button-Lösung Verbraucher vor Abofallen im Internet?

Dr. Carsten Föhlisch: Die sogenannte Button-Lösung verpflichtet jeden, der Waren oder Dienstleistungen über das Internet verkauft, den Bestell-Button so zu beschriften, dass dem Verbraucher unmissverständlich klar wird, dass er einen kostenpflichtigen Vertrag schließt. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Button mit den Worten „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet werden muss. Als zulässig werden auch die Beschriftungen „kaufen“, „kostenpflichtig bestellen“ oder „zahlungspflichtigen Vertrag schließen“ angesehen. Nicht mehr zulässig sind Bezeichnungen wie „anmelden“, „bestellen“ oder „weiter“.

Ist der Button nicht nach den Vorgaben des Gesetzes beschriftet, so kommt kein Vertrag mehr zustande, der Verbraucher muss also nicht zahlen.

3.    Gilt die neue Button-Lösung auch für ausländische Online-Shops?

Dr. Carsten Föhlisch: Durch die „Hintertür“ gilt die Regelung auch für ausländische Shops, wenn sich diese aktiv auf Deutschland ausrichten. Denn dann gilt für den deutschen Verbraucher im Zweifel das strenge deutsche Verbraucherschutzrecht, wozu die Button-Lösung auch zählt.

4.    Wie sollten sich Internetnutzer verhalten, wenn sie in eine Abofalle getappt sind? Welche Rechte haben sie?

Dr. Carsten Föhlisch: Sollten Sie eine Rechnung erhalten haben und sich keines Vertrages bewusst sein, kann man sich Rat bei den Verbraucherzentralen oder einem Anwalt holen. Auf keinen Fall sollte man solche Schreiben einfach ignorieren. Die Verbraucherzentralen stellen auf ihren Webseiten auch Musterschreiben zur Verfügung, die man nutzen kann.

5.    Worauf sollten Verbraucher trotz der Button-Lösung beim Online-Shopping achten?

Dr. Carsten Föhlisch: Bei Händlern, die man nicht kennt, ist eine kurze Internetrecherche durchaus sinnvoll. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Lässt sich ein Online-Shop darüber hinaus von seinen Kunden direkt bewerten und blendet das Ergebnis auf seiner Website ein – etwa über das Kundenbewertungstool von Trusted Shops – kann dies zusätzlichen Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot geben.


Foto: Dr. Carsten Föhlisch, Experte für Verbraucherrecht und Leiter der Rechtsabteilung von Europas führendem Online-Gütesiegel Trusted Shops, erklärt, was sich hinter der sogenannten Button-Lösung verbirgt 

Quelle: www.trustedshops.de

Foto „head: Gerd Altmann – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 04.07.2012 in Dies + Das, News (In- und Ausland).
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