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Nordeuropäer sind begeisterte Online-Shopper – Hohes Potenzial für grenzüberschreitenden Handel

Verbraucher im Norden Europas sind begeisterte Online-Shopper. Der grenzüberschreitende Handel in den Ländern Nordeuropas ist derzeit von außerordentlichen jährlichen Zuwachsraten geprägt. Das beachtliche Potenzial lässt sich allerdings von deutschen Online-Händlern nur nutzen, wenn die Berührungsängste der Konsumenten weiter abgebaut werden. Das ergab jetzt eine von Swiss Post International in Auftrag gegebene Marktforschungsstudie.

So sind insgesamt 25 Prozent der Online-Shopper Nordeuropas der Meinung, dass die im Ausland bestellte Ware nicht ankommt und für 23 Prozent ist die Auslandsbestellung zu kompliziert. Durchschnittlich 19 Prozent der Dänen, Schweden, Norweger und Finnen kaufen nicht außerhalb der EU, da sie Steuern und Zollkosten fürchten – in Norwegen sind es sogar 33 Prozent. Anlässlich der Eröffnung der neuen Niederlassung von Swiss Post International in Oslo befragten die Marktforscher von YouGov aus Kopenhagen über 4.000 Verbraucher und rund 360 Distanzhändler in den vier Ländern. Das Ergebnis: Der grenzüberschreitende Distanzhandel ist bislang weitgehend auf nordische Staaten untereinander beschränkt. Derzeit kaufen erst 38 Prozent der Nordeuropäer per Internet in der EU ein. Dabei werden vor allem Elektronikartikel und Computer sowie Bekleidung, CDs, DVDs, Bücher, Kosmetik, Schuhe und Sportartikel bestellt.

Junge Menschen und Familien bevorzugen E-Commerce

In Nordeuropa ordern vor allem junge Menschen und Familien mit kleinen Kindern Waren per Internet und Katalog. So kaufen durchschnittlich 18 Prozent der Konsumenten mehrmals im Monat und 22 Prozent mindestens einmal im Monat Online. Durchschnittlich 35 Prozent der Dänen, Schweden, Norweger und Finnen nutzen Home-Shopping mehrmals im Jahr. „Diese hohe Affinität zum Internet und das dynamische Wachstum bietet deutschen Online-Händlern ein enormes Potenzial“, sagt Dorothe Eickholt. Allerdings, so räumt die Geschäftsführerin von Swiss Post International Germany ein, müssen wir weitere flexible Verzollungslösungen für Norwegen entwickeln, um die Hemmschwellen beim Konsumenten abzubauen.

Katalog ist für Finnen wichtige Informationsquelle

Die meisten Online-Shopper in Nordeuropa informieren sich vor dem Kauf im Internet auf den Seiten der Anbieter (81%). Erst an zweiter Stelle folgen Preisvergleichsportale (42%). Durchschnittlich 21 Prozent der Verbraucher in allen vier Ländern nutzen den Katalog, um sich zu informieren. In Finnland sind es sogar 33 Prozent während der Katalog in Dänemark mit neun Prozent kaum eine Rolle spielt. „Die unterschiedliche Nutzung des Katalogs zeigt, dass Unternehmen für jedes nordeuropäische Land ein eigenes Marketingkonzept entwickeln müssen“, sagt Eickholt. „Wer alle vier Länder gleich behandelt und zum Beispiel bei der Neukundengewinnung per Direct Marketing die kulturellen Unterschiede vernachlässigt, vergibt die Chance das Marktpotenzial optimal zu nutzen.“

Quelle: www.swisspost.com

Foto „head“: Benjamin Thorn – www.pixelio.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 17.04.2012 in Briefdienste, News (In- und Ausland), Paketdienste / Expressdienste.
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